Mittwoch, 23. September 2020

Arc- eine ganze Kollektion neuer machwerk-Schnitte


Eigentlich wollte ich ja schon im März einen neuen Schnitt entwickeln, aber mit Corona bin ich in ein tiefes Nähloch gefallen. Es sind ein paar Masken entstanden und ansonsten habe ich mit viel Hingabe an meinen endlosen Handnähprojekten gearbeitet.
So lustlose Phasen kenne ich ja immer mal wieder, aber diesmal war es fast eine Schockstarre. Der Sohn saß bis Juni in Kalkutta fest und bekam keinen Evakuierungsflug, die ständigen schlechten Nachrichten und immer die Sorge um die Eltern... 
Das hat mich sehr lange gelähmt.

Aus dem Motivationsloch hat mich Susanne (Nahtlust) geholt hat als sie unser traditionelles Nähtreffen stattfinden lassen wollte.
Und mit den Mädels dort möchte ich ja immer etwas Neues ausprobieren- und so habe ich im Juni ein paar Prototypen entwickelt. 

Das war das erste vorzeigbare Model aus einem uralten Ikeastoff, das hat schon erstaunlich gut funktioniert. Diese großgemusterten Stoffe hat ja fast jede Näherin noch irgendwo herumliegen, da konnten die Teilnehmerinnen auch kurzfristig etwas im Vorrat finden als ich den Schnitt zwei Tage vor dem Workshop mailen konnte.

Im Kurs haben dann alle das neue Modell  genäht und wir waren sehr angetan wie schön die Taschen geworden sind. Utta und Mirella haben auch alte IKEA-Stoffe vernäht, Marita hat ein Taschennylon ausprobiert:



Susanne und Annette haben sich für kleiner gemusterte Stoffe entschieden, und ich war insgesamt sehr glücklich wie gut der Schnitt mit allen Varianten funktioniert hat. 

Neben den Reisetaschen haben wir auch die Kulturbeutel ausprobiert:

Karine hat als mutig losgelegt und dafür ein Stoffschätzchen von Rifle Paper Co genommen. Ich hatte etwas Herzklopfen als sie für einen Prototyp in den Stoff geschnitten hat, aber der Kulturbeutel ist prima geworden!

Auch Simone und Susanne haben tolle Stoffe verarbeitet- Susannes pinker Stoff ist in einem Siebdruckkurs mit der wunderbaren Kristina Schaper entstanden und hat gerade so gereicht.

Abschließend haben wir dann in der Runde über Varianten gesprochen und wir konnten uns das ARC-Prinzip auch in anderen Größe gut vorstellen. So sind sowohl im Reisetaschen-eBook als auch bei den Kulturbeuteln zwei Größen enthalten.
Und zusätzlich gibt es einen Rucksack.
Am Stoff ist leicht zu erkennen dass dieses Exemplar auch von Simone ist, sie hat so ein schönes Set beisammen.

Und dieser Rucksack ist während des Probenähens von Katrin genäht worden, ihre Tochter nimmt ihren ARC jetzt mit zur Schule :)

So ist die umfangreichste machwerk-Entwicklung der letzten Jahre entstanden. 

Die eBooks gibt es als Bundle für 11,95€ für das komplette Paket aus allen
fünf (!) Schnittvariationen.
Damit ihr euch nicht entscheiden müsst, ich konnte das nämlich auch nicht :)

Ich wünsche euch viel Spaß mit den vielen Möglichkeiten, die die Schnitte bieten!

(Und warum die Kollektion ARC heißt ist zwar offensichtlich, hat aber auch noch einen ganz anderen Hintergrund- aber davon erzähle ich euch demnächst.)

Donnerstag, 20. August 2020

Der Fox´s Fabrikverkauf für Stoffe und Mode

*Werbung- unbezahlt und unbeauftragt*

Seit etwa einem Jahr verkauft Fox´s in Nürnberg neben der eigenen DOB in einem Nebenraum auch Meterware. 
Das Schöne an dieser Kombination ist, dass man einige der Stoffe auch vernäht sieht und so gut beurteilen kann, wie sich das Material am Körper verhält. Inspiration pur.
Bei meinem Besuch im Februar hat eine überaus nette Verkäuferin sogar einen Rock aus dem Atelier geholt und mir die Verarbeitung erklärt-- das war eine echte Expertin.

Die Auswahl sowohl an Winter- als auch an Sommerstoffen ist groß und man findet neben den üblichen Basics auch bemerkenswerte Effektstoffe.
Ergänzt wird das durch Extras wie Bänder, Schulterpolster, Nähgarn und tollen Futterstoffen zu guten Preisen.


Ich war mit der Tochter dort, sie hat sich zuerst einen Rock ausgesucht und ich konnte dann aus exakt passender Meterware ein Top nach ihren Vorstellungen dazu nähen.
Der Standardjersey (8 Euro/m) hat eine tolle Qualität, da habe ich schon im Februar etwas mitgenommen und das Material hat sich echt bewährt. 
Zudem hat sie sich ein schlichtes Shirtkleid mit schöner Ausschnittlösung gekauft. Den Schnitt hat sie dann selbst abgenommen und ich konnte das gleich aus qualitativ identischen Stoffen nachnähen. 
 

Alles in allem: Eine echte Empfehlung für Selbernäher.
Ich finde es sehr gut und nachhaltig wenn die restliche Meterware so noch Verbreitung findet und man als Näherin Stoffe kaufen kann, die so nicht in Nähgeschäften oder auf Märkten auftauchen.

Wo: in Nürnberg, Wiesbadener  Str. 25,  Parkplätze vor dem Haus
Wann: Montag - Freitag : 11 Uhr bis 18 Uhr, Samstags von 11 Unr bis 16 Uhr

Donnerstag, 18. Juni 2020

Refashion: Sweaty, ein Hoodie wird zur Beuteltasche

Werbung, der Schnitt wurde mir fürs Probenähen zur Verfügung gestellt
Als die elbmarie-Sabine von ihrem neuen Schnitt erzählt wat war ich sofort interessiert- Refashion ist ja genau mein Thema. Vor allem die Körperteile von Sweatshirts sind ja noch richtig gut, auch wenn die Bündchen schon die ersten Löcher an den Kanten haben.
Ich selbst trage selten Sweatshirts, aber der Sohn hat ein paar Hoodies seiner Lieblingsbands im Schrank. Einen davon hat er mir zur Verfügung gestellt- und dafür eine lässige Tasche bekommen.
Die Vorder- und Rückteile des Pullis haben gut für die Hauptteile der Tasche gereicht, theoretisch hätte ich auch das Futter aus den Ärmeln schneiden können. Aber für das Innenteil haben wir dann doch einen helleren, handgewebten Stoff aus Nepal ausgesucht, das passt besser. 
Ich habe die Tasche nicht verstärkt, der Stoff war schön flauschig und das feste Futter gibt genug Stand.
Auf die charakteristische Kängurutasche der Sweaty habe ich zugunsten des Druckes verzichtet.
Die Seitenteile habe ich aus einem Stück Velourleder genäht, am oberen Taschenrand ist die Rückseite des Stoffes außen und ich habe die originalen Ösen der Kapuze ausgeschnitten und aufgenäht.
Sweaty hat in der großen Version einen Reißverschluss oben. Man kann sie aber auch mit einem Druckknopf schließen, das ist bei der kleineren Variante die bessere Möglichkeit.

Die Bezugsquellen des Schnittes hat euch Sabine verlinkt, dort findet ihr die nächsten Tage auch noch schöne Beispiele aus ganz verschiedenen Materialien, aber gerade aus Sweatshirtstoff finde ich die Tasche für den Sommer lehr lässig. Ein unkompliziertes Teil!

Viel Erfolg mit dem Schnitt, Sabine!
Es war mir wie immer ein Vergnügen nach deiner gut ausgearbeiteten Anleitung zu nähen.

Sonntag, 31. Mai 2020

Stoffspielereien: Blätterapplikationen und der Anfang des neuen Großprojektes

Kennt ihr das? Wenn ihr ein Projekt habt und dann diese Anfangshemmung da ist weil es vielleicht nicht so wird wie es im Kopf schon fertig ist?

So war es mit dieser Kombi: Ich hatte bei Fox´s im Fabrikverkauf einen schimmernden Stoffcoupon gefunden, ein Traum aus 83 % Leinen und obenaufliegenden opalisiernden Polydingern. Das sollte ein kurzärmliges Etuikleid werden, dazu wollte ich gern eine etwas strukturierte Jacke die die beiden Farben des Stoffes wieder aufnehmen sollte.
Das Projekt habe ich nun anlässlich der Stoffspielereien angefangen, die Blättermotive passen ja ganz gut zum Blumenthema, das von Petersilie+Co vorgeschlagen wurde.

Die erste Hürde war die Farbe, dieses Grün zu mischen war gar nicht so einfach. Der Farbton auf Basis des gut deckenden Metallicgoldes war nass völlig anders als trocken. Er war nicht nur dunkler (das bin ich bei Deka ja gewohnt) sondern auch viel blauer. Man braucht wirklich nur etwa 5% blau um auf dieses schimmernde grün zu kommen.
Dann habe ich ein paar Zweige gedruckt um zu sehen welches Stickgarn ich nehmen werde und ob ich den schmalen hellbraunen Rand stehen lassen kann.
Und ja, ich lasse ihn stehen, obwohl ich die Version links mit dem ausgeschnittenen Blatt auch sehr schön finde.
Die Versuche mit einem bunteren Garn haben mir nicht gefallen, die seht ihr noch in der Ecke rechts unten.
Am unteren Bildrand seht ihr auch den Stoff für´s Kleid, die Druckfarbe passt doch prima!
Zum Drucken habe ich einen dieser ABC-Ordnerregister aus Kunststoff genommen und das Motiv mit dem Cutter ausgeschnitten. Man kann da auch Papier nehmen, aber die Folien sind gut abwaschbar, bleiben flach und man kann sie dann auch gespiegelt ein zweites mal verwenden.
Diese Folie wird dann unter ein leeres Sieb geklebt.
Wer das nicht hat kann auch gut einen alten Bilderrahmen aus Holz hernehmen und mit Polyorganza bespannen, das geht auch ganz gut.
Dann habe ich die zugeschnittenen Stoffstücke mit Stecknadeln flach auf ein dickes Stück Filz gepinnt und mit Platzhaltern aus Papier die Musterverteilung festgelegt.
Bei so flächigen und deckenden Motiven drucke ich ganz gern mit einem Schwammpinsel, da kann ich den Farbauftrag an den Rändern besser kontrollieren als mit der kleinen Rakel.
Der Anfang ist gemacht: Alle sechs Teile sind gedruckt. 
Ich freu mich jetzt auf das Sticken. Das bedeutet keine Entscheidungen mehr zu treffen, nur einfach meditatives An-der-Linie entlangsticheln.....! :)


Und ich freue mich auf die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen der Stoffspielereien, 
die diesmal bei Petersilie und Co gesammelt werden.


Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:

28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen 
27.09.2020: “Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020:  [Thema noch offen] bei Nähzimmerplaudereien

Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Freitag, 1. Mai 2020

Tasche L.A.- ein neuer Schnitt für ein Mäppchen von EllePuls

Werbung- der Schnitt wurde mir vor der Veröffentlichung zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt.
Als ich neulich mit Elke von EllePuls den Podcast aufgenommen habe ergab sich im Anschluss die wunderbare Gelegenheit, bei einem perfekt organisierten Probenähen dabei zu sein.
Das geplante Mäppchen hat mir nämlich auf Anhieb sehr gut gefallen- man kann wunderbar kleinere Stoffschätze in Szene setzen und es ist in etwa 3 Stunden recht fix genäht.

Zudem kann man gut mit verschiedenen Materialien spielen. Hier habe ich unter anderem einen etwa 2 mm starken Wollfilz verarbeitet. Die innere Tasche ist in dem Fall ungefüttert, das Material lässt sich ja auch offenkantig verarbeiten. 
Ich nehme das Mäppchen als Verpackung für meine elektrische Zahnbürste, es haben dann alle Teile ihren Platz und ich vergesse nicht ständig das Ladekabel. Die schmale lange Form von L.A. ist perfekt für den Zweck.
Elke Tasche passt genau in meine Carpet Bag. Damit bin ich für die nächste Reise (wannauchimmer...) perfekt gerüstet.


Ein zweites Exemplar habe ich aus Zeltplane gepatcht, dafür habe ich kleine expressiv gefärbte Stücke mit der Quilters Grid Methode aneinandergenäht und dann farblich passend abgesteppt.
Als Verstärkung und Höhenausgleich habe ich Soft+Stable untergelegt, in Verbindung mit dem festen Zeltstoff gibt das richtig viel Stabilität.
Innen ist das ganze mit einem passenden Popelinestoff gefüttert.
Die Tasche ist fest, eher rustikal und passt perfekt in das Beuteschema des Sohnes- er findet sicher irgendein Werkzeug dafür das drin perfekt untergebracht sein wird.

(Er sitzt übrigens seit Anfang März in Kalkutta fest und wird voraussichtlich auch nicht mehr ausfliegen. Sobald die Grenzen wieder öffnen und der im Zoll festsitzende Container freigegeben ist warten seine Projekte in Nepal auf ihn. Vielleicht besuchen wir ihn im Winter dort mal und geben ihm das Etui.)

Vielen Dank, liebe Elke für dein Vertrauen. Das Projekt hat viel Spaß gemacht und mir würden noch viele andere Kombinationen einfallen. Denn die anderen Probenäherinnen haben so tolle Beispiele gezeigt, das ist sehr inspirierend.
Guckt doch mal rüber zu Elke ins Blog, dort ist eine schöne Sammlung zusammengestellt.

Den Schnitt bekommt ihr seit heute hier, ich glaube das ist sogar noch ein Einführungspreis.
Passende Reißverschlüsse findet ihr wie gewohnt bei mir im Shop.



Sonntag, 26. April 2020

Stoffspielereien: Visible Mending




Ute hat für die Stofffspielereien im April das Thema Visible Mending vorgeschlagen. Das ist ein tolles Motto, auch wenn es meine Mutter pragmatisch Reparieren oder Flicken nennen würde... :)

Von meiner Mutter (oder besser: Von meiner gegen 1970 verstorbenen Großtante) stammt auch dieses gut gefüllte Garnkästchen. Die Tante hatte bis in die späten 60er ein Handarbeitsgeschäft und da war das Stopfgarn wohl ein Artikel der häufig über den Ladentisch ging.
Wie alt die kleinen Knäuel sind lässt sich ahnen, weil das Baumwollgarn außerhalb der Banderolen trotz Lagerung im Kästchen ausgeblichen ist.

Ich verwende das Stopfgarn tatsächlich auch noch, allerdings fast ausschließlich zum Reparieren selbstgestrickter Socken. Ich kann ja mit meiner Arthrose nicht mehr stricken, weiß aber total zu schätzen wenn ich Strümpfe geschenkt bekomme (Danke z.B. an Mirella und Heike!!)
Und selbstverständlich stopfe ich die Socken wenn ein Loch auftaucht.
Meine Oma hat das noch mit einer Art Webmethode geflickt, ich mache das eher quick and dirty.
Vor allem die großflächigen Löcher an Zehe oder Ferse lassen sich so super stopfen.
Ausgehend von einer Reihe Vorstichen um das Loch herum wird quasi nach innen gearbeitet. 
Das hält gut und ist schnell gemacht...... 
Heute habe ich dann mit einer mir ganz neuen Methode das Ellenbogenloch am Pulli meines Mannes repariert- wie es sich gehört aber Ton in Ton. Deshalb ist da gar nicht so viel Spektakuläres zu sehen. Wenn euch die Technik interessiert dann googelt mal nach Swiss Darning, da gibt es die tollsten Beispiele zu sehen und die meisten sind auch viel besser ausgeführt als mein Versuch. 
Ich habe das dann nur noch mit einem Kettstich umrahmt um mehr einen Ärmelpatch-Charakter zu bekommen.
Wirklich Spaß gemacht hat aber das Reparieren meiner liebsten Sommerlaufhose. Sie hat vorn auf dem hochelastischen dünnen Stoff eine aufgesetzte Tasche- und das Nähgarn riss dort von Anfang an immer wieder auseinender. Ich gehe da regelmäßig mit der Maschine kurz drüber, aber das ist wörtlich Flickwerk. Deshalb habe ich der Tasche heute einen würdigen Rahmen aus Kettstichen verpasst- die sind ebenso elastisch wie der Stoff. Das hält noch ein Weilchen und schaut auch nett aus.

Denn das ist der Unterschied zum Reparieren wie es meine Mutter kannte. Wenn wir stopfen, dann soll das nicht nur praktisch, sondern gerne auch schön und dekorativ sein.
Ich denke da zum Beispiel an die meisterlich geflickten Jeans von Clara.
Manchmal ist das Reparieren auch ein Impuls, dem Kleidungsstück ein neues Design zu verpassen wie z.B. bei meinem geflickten Pulli den ich seit der Rettung wieder sehr gerne trage.
Visible Mending ist also nicht nur lästige Pflicht, sondern eine echte Herausforderung, kreativ zu werden.
Und nachhaltig ist es dazu, zusammen scheint mir das eine unschlagbare Kombination....

Danke an Ute für das Thema, bei ihr findet ihr auch alle weiteren Teilnehmerinnen, ich hoffe auch viel Jeans!

Die Stoffspielereien waren übrigens auch ein Thema bei meinem Interview-Podcast 
mit Elke von Ellepuls, wir haben uns über verschiedene textile Techniken unterhalten.
Hört doch mal rein!


Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:

26.04.2020: „Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie +Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei Siebensachen zum Selbermachen.





Mittwoch, 1. April 2020

Jacke im Sixtiesstyle, die Kopie einer Lieblingsjacke

Nach der ganzen Maskennäherei war mir mal wieder nach einem optimistischen Frühlingsprojekt.

Diese Jacke war schon länger fertig bebügelt in Einzelteilen auf meiner Puppe drapiert- nun war sie fällig.
Den Schnitt habe ich von meiner gekauften gelben Lieblings-Winterjacke abgenommen, die war im Laden Liebe auf den ersten Blick. Sie ist aus einem schönen Flausch, aber deshalb etwas zu warm für die Übergangszeit. Glücklicherweise können wir ja kopieren :)
Ich habe mich bei der Verarbeitung nah am Original gehalten, nur den unteren Beleg habe ich aus Oberstoff genäht, das schaut an den Kanten einfach sicher sauberer aus.
Die Jacke hat wie im Original Taschen, das ist ganz wichtig und bei so kastigen Jacken gar nicht so selbstverständlich. Tante Burda hat bei ähnlichen Modellen der letzten Hefte die Taschen weggelassen- aber auch hier gilt ja, dass man das problemlos dazunähen kann.
Die Druckknöpfe habe ich mit Futterstoff bezogen, das ist einfach unauffälliger als das blanke Metall.
Zum Glück hatte ich einen Taftrest in passender Farbe!

Dazu passt ein Rock den ich mir schon vor ein paar Jahren genäht habe, der aber immer einen Tick zu lang war. Ich habe ihn gekürzt, mit einer neuen breiteren Passe versehen und etwas enger genäht.
Der schöne Stoff war einfach zu schade um nur im Schrank zu hängen weil er nicht richtig gepasst hat.

Ich bin gespannt auf die Frühlingssachen der anderen Näherinnen des MMM, ich hoffe auf etwas Farbe und Optimismus in dieser seltsamen Zeit.       Hier geht es lang!

Schnitt: Abgenommen von einer Kaufjacke, bei Burda hat es in den letzten zwei Ausgaben aber ähnliche Modelle gegeben.
Eine liegt schon zugeschnitten auf dem Nähtisch. :)
Stoff: Ein sehr alter Wollstoff aus meinem Vorrat, ich tippe mal auf ein echtes Vintageschätzchen da ich den mal von meiner Mutter mitgenommen habe und er nur 110 cm breit liegt.
Ganzflächig bebügelt mit gewebter Einlage, Viscosefutter