Sonntag, 30. Juni 2019

Stoffspielereien: Afrika

Gabi hat das Thema "Afrika" in den Mittelpunkt der Stoffspielereien vom Juni gestellt.
Da traf es sich wirklich gut, dass wir Anfang des Monats 10 Tage in Ägypten waren- es ist herrlich dort am Strand zu sitzen und zu sticken.

Also habe ich zuhause einen Rock zugeschnitten und das Vorder und Rückteil jeweils gedoppelt- außen ein Camelton und als hinterlegtes Futter ein schwarzer Jersey. 
Camel mag ich sehr, aber es steht mit vor allem bei Oberteilen nicht wirklich- deshalb habe ich etwas Farbe ins Spiel gebracht- und mit fix geschnittenen Papierschablonen amöbenhafte Flecken aufgetupft. So kann ich später unkompliziert smaragdgrüne Oberteile kombinieren.


Dann habe ich mich von den Flecken leiten lassen und habe ganz frei weitere Formen von Hand abgenäht und den Oberstoff ausgeschnitten- diese Reverse-Appliqué-Technik kenne ich ja gut.
Neu war diesmal, dass ich keine Vorlage hatte- und außer einer vagen Ahnung eines Raubtiermusters keinen echten Plan.


Im jetzigen Zustand ist mir das noch zu offen, vermutlich muss ich noch viel kleinteiliger ergänzen um da Spannung zu bekommen.
Im Urlaub ist mir dann Inspector Lynley dazwischengekommen und hier daheim die Hitze- aber ich möchte an dem Rock unbedingt weiterarbeiten.
Nehmt das deshalb bitte als Zwischenstand :)


Noch mehr Stoffspielereien gibt es heute bei Gabi,
ich bin gespannt auf die Beiträge der anderen!

DIE STOFFSPIELEREIEN

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein - ganz persönlich und individuell.

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29.09.2019: „Miniatur" bei Feuerwerk bei Kaze https://feuerwerkbykaze.blogspot.com/ 
27.10.2019: "Handweben" bei Schnitt für Schnitt http://schnittfuerschnitt.de/ 
24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“.



Donnerstag, 20. Juni 2019

Ein Quilt aus bestickten und gefärbten Tischdecken


Nach einem halben Jahr ist der neue Quilt aus einfarbigen Stoffen endlich fertig.
Als Basis habe ich bestickte weiße Tischdecken aus dem Familienbesitz genommen, hier habe ich gezeigt wie ich das mit Procion eingefärbt habe. Bei einem weiteren Thema der Stoffspielereien habe ich mir Gedanken zum Layout gemacht.
Nach einer Umfrage bei Insta habe ich mich für ein dunkles Sashing entschieden, aufgelockert durch kleine helle Quadrate bei den Kreuzungen.

Aber bis ich mich dann mal aufgerafft habe und das Top gesteckt und gequiltet habe- das hat dann noch etwas gedauert.
Ich habe ja einen wirklich großen Tisch um meine Nähmaschine und schlussends ganz einfach im Nahtschatten gequiltet- aber das ist bei einer Größe von 150 x 220 cm trotzdem ein Kraftakt.


Das Binding nähe ich immer zuerst mit der Maschine an und dann auf der Rückseite per Hand, das ist wiederum eine Arbeit die ich sehr gern mag.
Und gestern sind wir dann zur benachbarten Kapfenburg gefahren, der Sohn hat die Fotos gemacht.


Die alten Stickereien sind immer im Zentrum der Blöcke, die neutralen Töne außen herum bringen das richtig zum Leuchten. Das etwas gröbere Halbleinen ist nach der ersten Wäsche etwas störrisch, aber ich hoffe das wird weicher wenn die Decke ein paar Wochen in Benutzung ist.


Ich hatte leider nicht genug farbige Stickereien- manche Blöcke sind deshalb ungemustert- aber durch die Tütenfärbung mit weichen Farbverläufen ist das trotzdem in sich recht lebendig.

Für die Rückseite habe ich die gemusterte Seite einer Flanellbettwäsche genommen und schwarz eingefärbt. Es ist dann eher anthrazit geworden und das große Karomuster ist noch zu ahnen, aber das passt ja grundsätzlich ganz gut zum Charakter des Quilts.


Eine Decke nur aus Stoffen die sonst keine Verwendung mehr hätten- das finde ich gut.
Denn diese Decke werden wir sicher gern nehmen!


Sonntag, 26. Mai 2019

Stoffspielereien: Drucke mit Mod Podge auf Stoff übertragen



Susanne hat für die Stoffspielereien vom Mai das Thema Heimat vorgeschlagen. Das traf sich gut, wir fahren nämlich in drei Wochen ans rote Meer und da wollte ich doch noch was nähen......

Der Sohn hat im Urlaub Geburtstag und braucht schon lange ein neues Logbuch für seine Tauchgänge, da wollte ich den Einband mit den zwei Orten versehen, die ihm wichtig sind.
Deshalb habe ich Karten vom heimatlichen Ostalbkreis und seiner aktuellen nepalesiaschen Wahlheimat  spiegelverkehrt auf einem Laserdrucker ausgedruckt.
Mit einem Transfermedium kann der Druck dann auf verschiedenste Untergründe übertragen werden- z.B. auf Glas, Wachs, Holz und eben auch auf Stoff.


Zuerst wird der Stoff satt mit dem Gel eingepinselt, dann der Druck aufgelegt und mit einer Rakel oder einer Linolwalze gut angedrückt. Legt dazu am besten eine Plastikmatte unter den Stoff!
Es ist besser, wenn auch das bedruckte Papier etwas dünner mit dem Gel bestrichen wird. Zudem habe ich noch die Ecken von der Rückseite aus gut mit Gel durchnässt.
Viel hilft in dem Fall wirklich viel.


 
Dann sollte das Ganze gut durchtrocknen, da habe ich im Netz von einfachem Trockenföhnen bis hin zu 24 Stunden trocknen verschiedene Angaben gefunden.
Ich habe die Stücke ein paar Stunden auf der Heizung flach durchtrocknen lassen.

Danach kommt der spannende Moment: Das Papier wird gut durchfeuchtet und die Papierschicht  abgerubbelt. Der Druckertoner sollte sich mit dem Transfermedium verbunden haben und so auf dem Stoff festkleben. Das funktioniert ganz gut!!



Aber: Wenn man nur den Stoff mit dem Gel einstreicht und da vielleicht etwas sparsamen ist, dann verbindet sich die Druckerfarbe nicht so gut mit dem Untergrund und die Pigmente lösen sich dann bei der Nachbearbeitung leichter ab. Deshalb das Transfermedium nicht zu sparsam verwenden!

Zudem verbleibt auf der Tonerschicht nach dem Abrubbeln der Papierfasern oft ein weißer Schleier. Aber sobald ich das Ganze dann noch mit Odicoat als Finish versehen habe verschwindet der weitgehend und die Farben werden viel strahlender.



Ganz makellos ist der Transfer auch nicht, es sind immer mal wieder kleine Verschiebungen oder Risse zu sehen. Aber der Gesamteindruck ist ok.
Das fertige Material erinnert ein wenig an die Konsistenz der großen alten Schullandkarten- ihr erinnert euch vielleicht :)
Für Kleidung würde ich das jetzt nicht empfehlen, der Stoff wird durch das Gel doch recht steif. Aber für Taschen, Geldbeutel oder eben Kladden ist das eine tolle Musterungsmöglichkeit!

Wenn uns in ein paar Wochen jemand nach unserer Heimat frägt, dann müssen wir nur Fabians Logbuch zeigen:




Noch mehr Stoffspielereien gibt es heute bei Susanne,
ich bin gespannt auf die Beiträge der anderen!

Die Stoffspielereien

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30.06.2019: "Afrika" bei made with Blümchen https://www.madewithbluemchen.at/ 
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24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“.



Donnerstag, 16. Mai 2019

Tasche Nepal, verkleinert und als Modell zum Quertragen!


Als ich im letzten Herbst durch die Stoffläden in Kathmandu gezogen bin habe ich wunderbar grobe, handgewebte Stoffe gekauft- und gleich diese Taschen vor meinem Auge gehabt.
Wie so oft  hat es mit der Umsetzung dann etwas gedauert- aber am Wochenende hat eine Freundin einen runden Geburtstag- und für sie ist das genau das richtige Modell:
Die schlichte Nepaltasche, aber zum Quertragen.

Ich war mir nicht sicher welche Größe sie möchte und habe deshalb zwei Varianten genäht. Mir würde das beim Drucken auf 80% reduzierte Modell gut reichen, aber auch in der Originalgröße kann man Nepal auch mit einem einzelnen langen Trageriemen versehen. 
Das ist dann etwas beuteliger, aber ziemlich lässig.
Und ich vermute mal, dass sie sich diese Größe aussucht.


Hier ist der Unterschied ganz gut zu sehen.
Innen habe ich bei beiden Varianten eine Reißverschlusstasche und einen plakativen Druck einer alten Ellwanger Chronik- für den lokalen Bezug :)
Und ein leicht zugängliches dreidimensionales Handyfach.


Der Stoff hat eine schöne rustikale Struktur und ist ein satter Kontrast zum glatten Leder.


Da der Reißverschluss oben versenkt ist kann man die Riemen problemlos am oberen Rand annähen.


Die Riemen sind mit etwa 2 mm dick und trotzdem recht anschmiegsam, sie lassen sich auch mit einer normalen Nähmaschine gut montieren.

Ich hatte diese Qualität bisher nur als 2 mm breite Riemen im Shop, aber da immer mal wieder Nachfragen nach breiteren Riemen kamen habe ich jetzt ein schönes Set für eine Tasche zum Quertragen im Shop.
Im Shop findet ihr bei den freebooks die Anleitung und den Schnitt für die Tasche.
Ihr müsst euch nicht registrieren um das eBook herunterzuladen.
Ich wünsche euch viel Spaß bei der Umsetzung eurer Ideen!

Sonntag, 31. März 2019

Stoffspielereien: Geometrie


Karen hat für den März das Thema Geometrie vorgeschlagen: Da ist ja wirklich sehr viel möglich.
Mir war es diesmal wichtig, dass ich weiter mit den im Februar gefärbten Stoffen arbeite, die liegen  seit ein paar Wochen sehr verführerisch auf meinem Zuschneidetisch.

Also habe ich mir einen grafischen Block ausgedacht, mit den schon auf 11 cm x 11 cm zugeschnittenen Stickereien im Zentrum.


Zuerst habe ich einen Prototyp genäht, abfotografiert, am Rechner farblich modifiziert und dann am Bildschirm zusammenmontiert.
In dem Augenblick war klar, dass ich mit den ursprünglichen Farben allein nicht klar kommen würde, die Töne waren zu homogen.
Deshalb habe ich nochmal ein klares türkis, smaragd und helle grautöne nachgefärbt.
Es ist ein Segen, wenn man sich die Stoffe in allen Tönen über Nacht selbst herstellen kann, das erspart so viel Recherche und Wege!


Ich weiß noch nicht, ob ich die Blöcke mit einem Sashing verbinden soll oder sie so zusammennähe.
Ich neige ja eher zum direkten Montieren, das wirkt in meinen Augen moderner. Aber in dem Fall treffen die unterschiedlich gesetzten schwarzen Streifen immer wieder anders aufeinander, das kann problematisch werden.
Aber da kann ich ja noch abwarten und mich erst zum Schluss entscheiden.

Bis jetzt sind 14 von vermutlich 35 Blöcken fertig, jeder ist aktuell 30 cm x 30 cm groß.
Im Zentrum steht immer die Stickerei....


.... und wenn ich in der Farbe keine Stickerei eingefärbt habe, dann wurde an anderer Stelle im neutralen Bereich ein florales Element platziert:


So schließt sich das jetzt schon zu einem ganz passablen Ganzen und ich freue mich immer, wenn ich zwischendurch ein paar Blöcke nähen kann. Es ist immer wieder toll, wie die neutralen Farben außen  das Zentrum des Blocks zum Leuchten bringen!


Karen sammelt weitere Arbeiten zum Thema Geometrie,
im April geht es bei Siebensachen weiter.

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein - ganz persönlich und individuell.

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Die nächsten Termine

28.04.2019: "100 Jahre Bauhaus" bei Siebensachen zum Selbermachen https://siebensachen-zum-selbermachen.blogspot.co.at/ 
26.05.2019: "Heimat" bei Nahtlust https://nahtlust.de/ 
30.06.2019: "Afrika" bei made with Blümchen https://www.madewithbluemchen.at/ 
29.09.2019: „Miniatur" bei Feuerwerk bei Kaze https://feuerwerkbykaze.blogspot.com/ 
27.10.2019: "Handweben" bei Schnitt für Schnitt http://schnittfuerschnitt.de/ 
24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“. .

Mittwoch, 27. März 2019

SDA und Govinda: Die Wasserversorgung in Kalikatar


Ich freue mich, dass das Didi-eBook bei euch so gut ankommt und bald 1000 Euro in das Wasserprojekt fließen werden- das möchte ich euch hier gern vorstellen.

Kalikatar ist eine kleine Siedlung in den südlichen Ausläufern des Himalaya, etwa 50 km Luftlinie  von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Das klingt nach einem Katzensprung, allerdings ist man für diese Strecke 8-10 Stunden in einem Jeep auf größtenteils unbefestigten Wegen unterwegs. 
"Aber Kalikatar ist es wert." meint unser Sohn Fabian, der seit August letzten Jahres in Nepal als technischer Volunteer für Govinda e.V. tätig ist. Und es ist der krasse Gegensatz zu Kathmandu, das ich von unserem Besuch bei ihm als völlig chaotisch, laut und eher anstrengend in Erinnerung habe. 

In Kalikatar werden gerade mehrere Projekte vorangetrieben, im Zentrum stehen mehrere Schulen und ein Internat. Um diese Einrichtungen mit Lebensmitteln zu versorgen hat sich das govinda-Team  mit der Optimierung der Bewässerung der angegliederten landwirtschaftlichen Fläche beschäftigt.

Ich finde es sehr spannend, wie sich Fabian als frischgebackener Elektrotechniker in die Materie eingearbeitet hat, ich wusste gar nicht das Vermessungstechnik so unkompliziert mit der richtigen Soft und Hardware und einem Handy erledigt werden kann. Mit den gewonnenen Daten wurde dann ein Rohrsystem konzipiert, so können die Pflanzen bewässert werden.




Das Wasser wird vom Fluss in zwei künstliche Teiche und einen Tank an den höchsten Stellen des Geländes gepumpt, von dort aus wird es über neue Leitungen auf die Pflanzterrassen verteilt.



Bis zu den Knien im Dreck- das kenne ich schon aus Fabians Kindheit, das macht ihn glücklich. :)


Und wenn dann alle 900 m Leitungen verbunden sind und tatsächlich Wasser an den richtigen Stellen ankommt, das ist perfekt.
Dann konnte der erste Kohl gepflanzt werden ....


.....und die Kartoffeln können in der regenarmen Zeit vor dem Monsun mit Wasser versorgt werden.
Auf der 18 000 qm großen Fläche werden dann 1.500 - 2.000 kg Kartoffeln und 200 kg Reis geerntet, dazu kommen verschiedene andere Gemüse und 100 kg Ingwer :)


Mit den Lebensmitteln werden die angegliederten Schulen und hilfsbedürftige Familien versorgt, zudem lernen nepalesische Studenten während ihres Praxissemesters moderne landwirtschaftliche Methoden kennen. Gerade diese Hilfe zur Selbsthilfe finde ich sehr wichtig.

Ihr unterstützt mit dem Kauf des Didi-eBooks dieses Projekt, die Hälfte des Erlöses geht direkt nach Kalikatar. Wir würden gerne eine neue Pumpe finanzieren um das alte Dieselaggregat zu ersetzen.
Der Fluss führt immer genug Wasser, das kann mit einem umweltfreundlichen  hydraulischen Widder problemlos hochgepumpt werden. Die neue Pumpe ist fast wartungsfrei und läuft ohne Strom- ich wusste gar nicht dass es so etwas gibt.
Aber das ist eine tolle Sache, das unterstützen wir gern.


Vielen Dank an alle Käuferinnen, auch im Namen von Fabian und den anderen Freiwilligen die sich monatelang unentgeltlich mit ihrem Wissen und ihrer Tatkraft einbringen.
Ihr macht das super!
Dhanyabad!

(Fabians Hauptaufgabe ist die Konzeption, Realisierung und Wartung der Solaranlagen auf den Govinda-Gebäuden im Kathmandu-Tal. Er bleibt noch bis Mai 2019 und wird Anfang 2020 noch einmal ein paar Wochen hinfahren um die letzten Arbeiten abzuschließen.

Montag, 11. März 2019

Didi: Eine Projekttasche für eure Handarbeitssachen


Diesmal hat es gar nicht so lange von der Idee zur fertigen Anleitung gebraucht, irgendwie fing alles erst im Januar an:
Kurz nach Sylvester hat die Tochter ihren Bruder in Nepal besucht, um mit ihm einen Teil des Anapurna-Trails zu laufen. Und da sie damals frisch mit dem Häkelvirus infiziert war hat sie unbedingt einen Projektbeutel gebraucht um ihre ganzen Sachen mitzunehmen. 
"Kannst du mal...?"
Klar, kann ich. 
:)

Und da ich ein paar Wochen vorher schon selbst einen kleinen Pompadour mit zwei Fächern aus Kathmandu mitgebracht habe habe ich dieses Zugsystem als Ausgangsbasis für einen Beutel mit drei Fächern genommen. 


Das ging alles wie gesagt sehr schnell.
Ich habe das Prinzip meinen handarbeitenden Freundinnen gezeigt und die waren dann recht angetan. 
Vor allem der doppelte Verschluss durch die innenliegende Raffung des Trennteiles ist sehr dekorativ und praktisch. Alles verschließt sich mit einem Zug. Und öffnet sich genauso schnell wieder!

Der Beutel hat viel Fassungsvermögen und der Inhalt lässt sich in den 3 Innenabteilen sehr übersichtlich verstauen.
Und nachdem sich der Projektbeutel bei der Wanderung bewährt hat habe ich die Idee noch etwas modifiziert und eine Anleitung geschrieben.

Und warum heißt die Tasche Didi?
So werden in Nepal Frauen angeredet- das heißt "große Schwester".
(Jungs heißen übrigens Dhai, das ist der große Bruder... )

Die Taschen der anderen:

Susanne hat gleich ausprobiert wie sich der Beutel skalieren lässt- und je nach Projektgröße kann man die Tasche auch gut verkleinern oder vergrößern. 
(In Susannes facebook-Feed kommen die Tage mehr Bilder- schaut doch mal rüber!)


Meine Freundin Nicole hat ebenfalls drei Taschen genäht, auch sie ist eine Meisterin im Kombinieren von verschiedenen Materialien:

Hier erst mal mit Jeans und Handstickerei ("Keep calm and knit on.")

Das zweite Exemplar hat einen Boden mit perfekt platzierten Zierstichen:
Und einer phantastischen Kombination aus weichem Zottel und ornamental-grafischem  Baumwollstoff:

 Und Doris hat dünnen Filz mit Dekostoff kombiniert und das mit einer Glitzerpaspel akzentuiert:

Die anderen Probemodelle sind von Bloggerinnen und auf Instagram-Accounts zu finden, das zeige ich  euch dann demnächst wenn ich das direkt verlinken kann.

Spendenprojekt:

Die Hälfte des Erlöses vom Verkauf des eBooks geht an govinda e.V. 

Govinda ist eine hier in Aalen gegründete NGO, die sich seit 1996 um verschiedene soziale Projekte in Nepal kümmert.
Der Sohn ist seit August 2018 als technischer Volunteer dort und freut sich sehr, dass das Geld sinnvoll  und nachhaltig eingesetzt wird. Dass tatsächlich alles an der richtigen Stelle ankommt.
Wir wollen gern zusammen  im Himalaya ein landwirtschaftliches Projekt unterstützen, aber auch das stelle ich euch noch gesondert vor.

Derweil könnt ihr für eure Projekte eine schnelle Tasche nähen.
Wenn ihr doppelt Gutes tun wollt wäre Didi auch ein tolles Geschenk für eine handarbeitende Freundin!

Den Schnitt bekommt ihr wie immer im Shop.
Dort findet ihr auch Kordel in verschiedenen Farben, es war nämlich gar nicht so einfach, schöne Zugbänder in einer griffigen Baumwoll-Polyestermischung zu finden.