Freitag, 7. September 2018

(K)Ein neuer Rucksackschnitt und eine schnelle Werkzeugrolle

Ein paar Wochen vor seiner Reise nach Nepal hat sich der Sohn für den Flug einen neuen Rucksack gewünscht . Wichtig war ihm vor allem, dass sein großes 17-Zoll-Laptop reinpasst und dass das Handgepäck ein paar Außentaschen hat.
Also haben wir zusammen einen ganz schlichten kompakten Rucksack entwickelt und ich habe einen Prototypen genäht. Das alles sah sehr vielversprechend aus und hat sich irgendwie nach einem neuen eBook angefühlt. 
Tja, ich hätte schon beim Schnittbogen misstrauisch werden müssen: 24 Seiten kleben und dann sind da so viele kryptische kleine Teile drauf? Das ist heftig. 
Der Rucksack wurde dann aber richtig toll:


Großes Fassungsvermögen, schöne gepolsterte Träger, weiter Eingriff und mit Keil gegen zu weites Aufklappen und die Möglichkeit, Materialien zu kombinieren......
Aber: Nähzeit etwa 12 Stunden, das geht z.B. in Workshops gar nicht.
Also habe ich das ebenso schöne wie sperrige Projekt fallen lassen und der Sohn ist mit einem absoluten Unikat nach Nepal geflogen:


Am Tag der Abreise (!) hat er am Vormittag (!!) gepackt (18 kg für etwa 8 Monate- das ist wahrhaft   minimalistisch) und festgestellt, dass er dann doch noch sein wichtigstes Werkzeug mitnehmen kann.
"Nähst du mir gschwind noch eine Werkzeugrolle?"

Klar. :)

Die ersten zwei Wochen sind für ihn jetzt vergangen, die Werkzeugrolle war wohl schon öfters im Einsatz. Das Reparieren von Wasserleitungen ist für ihn hoffentlich genauso einfach wie demnächst das Waschen der Wäsche im Fluss. Mit Waschbrett und Kernseife.
Denn 18 kg Gepäck reichen ihm sicher nicht ewig :)