Das Oktober-Tischset.
Himmel, das war ein langer Weg.
Und ich bin froh, dass wir zu Weihnachten nur zu zehnt sind und ich die November und Dezember-Sets ins neue Jahr schieben kann.
Das Konzept war schon lange klar:
Ich wollte in einem bunt gepatchten Rahmen frei quilten.
Aber das ist gar nicht so einfach:
Zum einen technisch: Mit Fadenspannungsproblemen und brutal gebogenen Nadeln....

...und zum anderen handwerklich.
Die Maschine entwickelt manchmal ein Eigenleben und lässt sich nicht so genau steuern, wie ich es gern hätte.
Zu schnell,
zu langsam,
im Ansatz in die falsche Richtung,
die Abstände schlecht eingeschätzt.
Das freie Maschinensticken ist spannend.
Ich habe mich manchmal ertappt, dass ich an schwierigen Stellen die Luft angehalten habe. Wie beim Schifahren.
Überhaupt hat das was gemeinsam. Je schneller man es laufen lassen kann, desto gleichmäßiger werden die Stiche. Desto schöner kommt man um die Kurven.
Angsthasen ohne Plan stehen wie auf der Piste dann am Rand und wissen nicht, wohin man sich wie am besten wendet.
Ich bin bei beidem Anfänger.
So sah das zuerst aus.
Da hatte ich schweißnasse Hände vor Aufregung- Hopp oder topp. Denn trennen ist nicht.

Ein paar Stunden später war die Fläche gefüllt.
Und ich habe mir (wie am Abend eines Tages im Schnee) einen Glühwein genehmigt.
Das Set hat seinen Platz gefunden und liegt auf einem Schrank unter dem
Engel, der farblich gut dazu passt.
Suschna hat den Oktober mit einem Blütenarrangement und einer Brosche bravourös gemeistert,
Lucy stickt figürlich frei und hat die Maschine schon ganz gut im Griff, und
tally hat mit einem Vorläufer des Dezembers gezeigt, dass sie das freie Sticken beherrscht.
Kaze hängt im Sommer fest, aber nächstes Jahr geht es da sicher weiter- mit den vielen neuen Techniken, die da in letzter Zeit im Blog zu sehen waren.
...
So, jetzt geh ich die letzten Weihnachtsgeschenke nähen. Damit es nicht nur auf dem Esstisch, sondern auch unter dem Weihnachtsbaum etwas Genähtes gibt......