Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. Dezember 2018

Bratapfellikör


Neulich haben wir bei einer thermomixenden Nachbarin einen phantastischen Bratapfellikör getrunken. Mit dem Sahnehäubchen macht der richtig was her und schmeckt zudem noch sehr gut  und winterlich.
Im Netz gibt es eine Vielzahl an Rezepten, ich habe etwas kombiniert und eine weniger süße und etwas gehaltvollere Variante (der Wein wird nicht mit erhitzt!) zusammengebastelt. Mit ein paar weihnachtlichen Gewürzen extra, aber das kann man ja je nach Gusto variieren.

1 l Apfelsaft (ich habe den klaren Saft genommen, das schaut bei einem Likör appetitlich aus)
150 g braunen Zucker
8 Nelken,
5 Kardamomkapseln
3 Sternanis
2 ausgekratzte Vanilleschoten mit dem Mark

.... alles erhitzen, nach 15 Minuten Kochzeit abkühlen lassen und die Gewürze abseihen.

Mit
350 ml Calvados (da geht vermutlich auch Apfelkorn)
200 ml Amaretto
200 ml Weißwein
aufgießen

Abfüllen. :)
Bei mir hat das drei größere Flaschen gegeben, wenn ihr das Rezept verdoppelt habt ihr zum einen keine Calvados-Reste und zum anderen tolle last-minute-Geschenke.
Denn die drei Flaschen sind definitiv zu wenig.

Wir haben den Likör erwärmt und mit einer Sahnehaube versehen, das schaut toll aus und ist ein perfekter Digestif nach dem Weihnachtsessen.

Sonntag, 25. November 2018

Stoffspielereien: Sterne

Ines hat als vorweihnachtliches Thema "Sterne" vorgeschlagen- und wie auch der heilige Abend kam das letzte Novemberwochenede völlig überraschend. In meinem Instagramfeed  sind am Freitag die ersten Teaser aufgetaucht und ich bin ziemlich erschrocken. Aber zum Glück gibt es in meinem Bücherregal die Allzweckwaffe gegen Ideenlosigkeit: Manipulating Fabric von Colette Wolff.

Und tatsächlich waren Sterne zu finden wenn man denn wollte :)


Vor das Nähen hat Frau Wolff das Konstruieren gestellt: Dreiecke, Vierecke und Fünfecke habe ich jeweils mit 7 cm Kantenlänge ausgeschnitten und ein grobes Layout erstellt.


Dann werden die Fünfecke auf die Vierecke
und die Vierecke auf die Dreiecke genäht:


Übrig bleibt eine Seite durch die man Füllwatte stecken kann. Diese Seite wird dann beim Aneinandernähen der Elemente zur Mitte gelegt und so verschlossen.


Das war etwas frickelig, vor allem weil die türkise Siemens-Seidenkrawatte äußerst unkooperativ war und immer wieder mal weggeflutscht ist.


Aber am Ende hatte ich den Kreis fertig. Die Ecken treffen bei weitem nicht perfekt aufeinander, aber in der Berg-und-Talfahrt geht das ziemlich unter.


Zuguterletzt habe ich noch eine dottergelbe Paspel am Rand entlang genäht.
Das Kissen ist nicht gefüllt, durch die ausgestopften Puffs ist das auch so fluffig genug.


Eine echten Sternenregen gibt es bei Ines: Guckt mal rüber und lasst euch inspirieren!


Was sind die Stoffspielereien?

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

Der vorläufige Plan für die nächsten Monate, kurzfristige Terminänderungen sind möglich:

Dezember: Weihnachtspause

27.01.2019: “Ich war einmal” – Upcycling bei Textile Werke
24.02.2019: „Farbverläufe“ bei Schnitt für Schnitt
31.03.2019: „Geometrie“ bei Feuerwerk by Kaze

Dienstag, 13. November 2018

Nepal- die Taschen der anderen


Erst mal vielen Dank für euer großes Interesse am neuen machwerk-Schnitt, ich habe mich sehr gefreut schon am Wochenende die ersten Modelle zu sehen.
Am Anfang ist es ja trotz aller Sorgfalt spannend, ob die Beschreibung auch klar ist und sich keine Fehler eingeschlichen haben. Aber nach ein paar Tagen Release bin ich immer beruhigt.

Auch Dank meiner Mitstreiterinnen, die schon im Vorfeld ein eBook genau lesen und testen.

Den Anfang hat diesmal Susanne gemacht, sie hat die allererste Version probegelesen, lektoriert und ausprobiert. Sie hat die grüne Tasche auch gleich mit Trägern aus Stoff genäht, ich finde das richtig harmonisch zu dem grauen Boden.


Die Variante mit den Rollschnallen an den Trägern hat bei Susannes roter Tasche auch gut funktioniert, hier war auch schon gut zu sehen wie unterschiedlich die Nepal wirken kann.

Dann habe ich den Schnitt mit in den Heidenheimer Workshop im kleinen Stern genommen, dort hat ihn Dana spontan ausprobiert.
Ich gebe zu, es ist nicht alles glatt gegangen, der obere Rand war noch etwas knapp bemessen, so hat Dana beim Einschneiden den Reißverschluss mit angeschnittten. Aber sie hat es sportlich genommen und das Reißverschlussband nochmal ausgetauscht. Und ich habe den oberen Rand von 5 auf 5,5 cm verbreitert, so ist auch bei stärkeren Materialien genug Spielraum.
Danke für deine Geduld, Dana!


Nach diesem ersten Live-Test haben dann meine Stamm-Probenäherinnen den Schnitt gemailt bekommen.

Ganz wichtig ist mir immer die Meinung meiner Kollegin elbmarie, sie hat eine Patchwork-Version genäht:


Und dann ist da noch Barbara, die ein tolles Gespür für besondere Materialien hat.


Barbara hat die Tasche aus Oilcloth genäht und ich habe mich sehr gefreut, dass sie das Probenähen zum Anlass genommen hat, wieder mal zu bloggen.

Ich vermisse nämlich ihre und auch Gretes Blogbeiträge schmerzlich, irgendwie ist es schade dass manche fast komplett zu Instagram gewechselt sind.
Dort findet ihr Gretes Tasche, sie ist wie Barbara Soft+Stable-Spezialistin und hat die Tasche mit der stabileren Einlage getestet.


Katrin ist ebenso bei instagram- sie hat eine reduzierte schlicht-schöne Tasche genäht:


Auch auf facebook ist die Nepal-Tasche zu finden: Susanne hat den Schnitt ausgiebig getestet und vier Taschen genäht:



Susanne hat ein Feuerwerk an Farben gezündet, aber auch eine schlichte schwarze Version  aufwendig bestickt.
 Vielen Dank für die dekorativen und fotogenen Beispiele!


Und zum Schluss haben meine Aalener FBS-Frauen die Nepal-Tasche hier bei mir im Haus genäht, aber das zeige ich euch demnächst.
(Und Ende der Woche gibt es auch die neuen Kurstermine für 2019.)

Den Schnitt findet ihr als Gratis-Download im Shop.
Dort gibt es auch alle passenden Materialien.

Sonntag, 28. Januar 2018

Stoffspielereien: Biesen



Biesen sollten im Mittelpunkt der Stoffspielereien vom Januar stehen- ein Thema das Colette Wolff in ihrem Buch ausführlich behandelt. An Inspirationen sollte es somit nicht mangeln.....

Wirklich gestolpert bin ich aber über ihr kleines Bild mit einer Zwillingsnadel- sollte das so einfach sein? Auch in meiner Pfaff-Anleitung wird ein Spezialzubehör erwähnt, aber ausgerechnet das war nicht in meinem Füßchen-Sammelsurium dabei.
(Wer eine normale Haushaltsnähmaschine hat wird aber schnell fündig, diese Füßchen sind z.B.auch Teil der Füßchenboxen die man günstig bei amazon kaufen kann.)

Aber Improvisation geht ja auch..... :)
Die Schwierigkeit war das Hinführen der Schnureinlage zwischen die Zwillingsnadel unter dem Stoffstück. Dazu habe ich ein Stückchen Silikonschlauch auf der Stichplatte festgeklebt.
Zum Führen dickerer Schnüre hat der Sohn eine tiefere Rinne in ein  Ersatzfüßchen gefeilt.
Nun konnte es losgehen: Dicke und dünne Stoffe, verschiedene Einlagen und Zwillingsnadelbreiten- das hat viel Spaß gemacht und ging wirklich verblüffend einfach.

Hier ist ganz gut zu sehen wie schön der Einlagefaden mitgeführt wird und der Biese Stabilität und Struktur verleiht.

Völlig verblüffend war der Effekt bei Chiffon- da schimmert der Einlagefaden etwas durch. Damit kann man tolle Effekte erzielen.
Wichtig bei so leichten Stoffen ist aber, dass sie gut gestärkt sind, sie ziehen sich sonst bei der zwangsweise erhöhten Fadenspannung zu sehr zusammen.
Am besten hat mir die Plastizität bei der breitesten Zwillingsnadel und einer dicken Schnur als Einlage gefallen.
Das ist sehr strukturiert und grafisch mit dem knochenharten weißen Faden auf der schwarz gefärbten Halbleinentischdecke:
Weil ich aus dem Stoff neue Hüllen für die Tauch-Logbücher nähen wollte habe ich das Stoffstück gewachst.
Durch die Einlagefäden und die Ausrüstung bekommt die alte Tischdecke richtig viel Stabilität.
Und der Fisch (mit Katzenschatten!) war Liebe auf den ersten Blick in Evas kleinem Stern.
Die Struktur erinnert etwas an Rimowa-Koffer.

Das Ganze hat wieder viel Spaß gemacht- ich habe endlich mal wieder eine neue Technik ausprobiert.
Nun bin ich gespannt was meine Mitstreiterinnen zeigen!
Noch mehr Biesen findet ihr hier:

  • Kerstin näht gesmokte Biesen in eine Bluse- Streifenstoffe eignen sich ganz toll für Biesenspielereien!
  • Tyche integriert Biesen in ein Yukata.
  • Bei bimbambuki gibt es farblich abgesetzte Biesen.
  • Susanne (Nahtlust) gestaltet ihre Biesen zum einen wild-chaotisch und dann wieder ganz regelmäßig.
  • Ines gestaltet die Seitenteile einer phantastisch genähten Weste mit plastischen Biesen.
  • Ute näht breite Biesen in unterschiedlichen Richtungen ab.
  • Annelies gestaltet eine Schürze in klassischem Weiß- so kenne ich Biesen aus der Aussteuer!
  • Christiane von Schnitt für Schnitt hat  a la Max Mara einen bemerkenswerten Geldbeutel genäht.
  • Eva von verfuchstundzugenäht hat alte Familienerbstücke mit Bisessn zu einer neuen Tasche verarbeitet und ein Shirt mit diagonalen Biesen versehen.
  • Karen näht eine Geobag- die Biesen betonen den extravaganten Schnittverlauf. 
  • Die Zwillingsnadel-Absteppung bei 1-2-3-Nadelei wird durch die Zweilagigkeit des Jerseys (!) noch betont
  • Auch Mirella näht Biesen in Jersey- das gibt ein tgolles Shirt!
  • Bei Gabriele von MadeWithBlümchen gibt es ganz unterschiedliche Techniken- sie hat Colette Wolffs Anregungen toll aufgegriffen!
  • Bei Konstanze (Nahtzugabe) gibt es zweifarbig abgesteppte Biesen auf einer Kalenderhülle


Ich verlinke euch gern wenn ihr einen kurzen Kommentar oder eine Mail schreibt!

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

25.2.2018: Gesichter  (Nahtlust)
25.3.2018: Falten (Schnitt für Schnitt)
29.4.2018: Schlipse  (FeuerwerkbyKaze)
27.5.2018: Japan  (madewithBlümchen)
24.6.2018: Thema noch offen  (Nahtzugabe)



Donnerstag, 27. April 2017

Wachstuch selbstgemacht: 5 Methoden einen Stoff zu beschichten


Wachstücher gibt es inzwischen ja in vielen Farben und Mustern, seien es die coolen beschichteten Leinen von Kokka oder die wunderbar weichen amerikanschen laminated cottons. Eigentlich sollte da ja was für jeden Geschmack dabei sein, aber manchmal ist es aber trotzdem interessant, Stoffe selbst zu beschichten. Gerade bei selbstgedruckten Stoffen ist das auch die einzige Möglichkeit sie schmutz- und wasserabweisend zu bekommen.

Ich habe in den letzten Monaten ein paar Sachen ausprobiert die ich euch im Überblick vorstellen möchte:


1.) Wachsen mit dem Block

Wer schon mal eine Barbourjacke nachgewachst hat kennt das vielleicht: Ein Wachsblock mit dem man über den Stoff reibt und das dann einbügelt.
Bei einer Jacke ist das etwas kniffliger an den Nähten, aber bei flachliegendem Stoff geht das kinderleicht und schnell. Ich habe das preisgünstigere Batikwachs im Block genommen und über den Stoff gerieben bis eine feine weiße Schicht sichtbar war. Die habe ich dann mit dem Fön aufgeschmolzen. Wenn man den Vorgang zwei oder drei Mal wiederholt wird der Stoff richtig wasserabweisend.
Geeignet ist die Technik für eher kräftige Stoffe, ich habe hier einen selbstgefärbten Canvas genommen. Die Haptik wird etwas steifer, ist aber für Jacken noch gut geeignet.
Nach der Wäsche ist die Wachsschicht fast weg, dann müsste nachgewachst werden.

2.) Wachsen mit dem Pinsel

Man kann die Mischung aus Paraffin und Bienenwachs auch selbst mischen, ich habe dazu Granulat geschmolzen. Passt auf die Temperatur auf, am sichersten erhitzt ihr die Mischung im Wasserbad. Ich habe auf 2 Teile Paraffin 1 Teil Bienenwachs genommen.
Die Flüssigkeit wird dann auf den Stoff gestrichen und bei niederiger Temperatur mit einem alten Bügeleisen eingebügelt. (Hartgesottene User bei instructables geben das bei größeren Mengen auch in den Trockner, aber das habe ich mich nicht getraut.)

Die Technik ist für alle kräftigen Stoffe geeignet, da aber viel Wachs weit in die Faser dringt wird das Material recht steif. Gut geeignet ist das tiefere Wachsen für Taschen. Das ist ein richtig gutes Material für coole Männerbackpacks!


3.) Odicoat


Odicoat ist eine Beschichtung die mit einem Spachtel aufgetragen wird.
Wie das genau geht wird im Produktvideo gut erklärt.
Ein paar Sachen möchte ich noch ergänzen:

  • Ich würde den Stoff immer aufpinnen da sich der Stoff beim Bespachteln gern verzieht. Achtet darauf dass alles fadengerade liegt wenn ihr der Stoff zum Trocknen beiseite legt.
  • Mir reichen zwei Beschichtungen gut aus.
  • Dünneren Satin haben wir beim Jeromin-Siebdruckkurs mit transparentem Medium vorbehandelt, dann saugt er sich nicht so voll und der textile Charakter bleibt auch nach der Beschichtung mit Odicoat erhalten.

Mit Odicoat bekommt man eine Oberfläche die am ehesten an die Hilco-Wachstücher erinnert. Das Material behält seinen textilen Griff und ist auch prima bei 40 Grad waschbar.
Toll für alle leichten Stoffe bis hin zum Leinen.

4.) Beschichtung mit Klarsichtfolie


Von der Methode habe ich in einem Forum gelesen, dort wurde es mit unterschiedlichem Erfolg ausprobiert.
Der Stoff wird glatt ausgestrichen und mit einer Lage Frischhaltefolie bedeckt. Darauf kommt eine Lage Backpapier  über die man dann mit etwas Druck und viel Hitze presst.
Das Aufbügeln ist etwas mühsam, man muss tatsächlich recht lange bei hoher Temperatur auf einer Stelle pressen damit die Folie gut aufschmilzt.
Aber: Die Oberfläche ist zwar abwaschbar, aber nicht strapazierfähig. Knitter lassen sich zwar noch ausbügeln, wenn an aber mit dem Fingernagel stärker über die Oberfläche reibt löst sich die Beschichtung. Auch bei der Verwendung meiner Bügelpresse und hohen Temperaturen habe ich keine guten Ergebnisse erzielt.


Fazit: Bei mir hat das nicht funktioniert.
Auch die leicht sichtbaren Knitter nach dem Wenden haben mich gestört.

5.) Lamifix 

Die aufbügelbare Folien gibt es von Freudenberg oder als Heat-N-Bond von amerikanischen Herstellern.
Ich habe das vor Jahren schon probiert und war sehr enttäuscht. Der Stoff wird total steif, die ausgeprägten Knitter vom Wenden gehen nur mit erneutem Bügeln heraus und waschbar ist das auch nicht.
Einsatzzweck: Tischsets vielleicht?
Oder Utensilos die man nicht wenden muss?


Fazit: 

Odicoat ist eine klare Empfehlung, gefolgt vom Wachsblock bei dickeren Stoffen.
Lamifix ist nur bedingt einsetzbar und die Frischhaltefolie hat den Praxistest bei mir nicht bestanden.

Und: Wenn ihr fertig genähte Teile aus Stoff oder Leder schnell und einfach imprägnieren wollt gibt es natürlich auch noch das klassische Imprägnierspray. Aber das kennt ihr ja sicher. :)


Samstag, 25. Februar 2017

Stoffspielereien: Kopfputz (Ein Haarband mit innenliegendem Draht)


Gabi hat für die Februar-Stoffspielereien das Thema "Kopfputz" vorgegeben und als Anregung ein großartiges Buch verlinkt. In dem scheint genau beschrieben zu sein wie man einen Hut um ein Drahtgestell drapiert. Ich habe das in altdeutscher Schrift verlegte Buch zugegebenermaßen nur überblättert weil es bei "Draht" eigentlich schon Klick gemacht hat.
Meine Tochter hatte nämlich vor Jahren mal eine Art Haarband mit innenliegendem Draht, etwas in der Richtung wollte ich probieren. 
Zur Verstärkung des Bandes habe ich einen Teil der langen 275er-Vliesreste genommen, die fallen immer beim Beschneiden der Quilteinlage an. Beim ersten Versuch habe ich die Einlage so groß zugeschnitten wie den Außenstoff, beim zweiten etwas längeren Versuch habe ich die Nahtzugaben unverstärkt gelassen. Einen großen Unterschied kann ich beim fertigen Band aber nicht feststellen.

Das Vlies habe ich mit temporärem Sprühkleber fxiert und durch die folgende Stepperei festgenäht.
Das Steppmuster hat sich beim Probieren ergeben: Es ist einfach, schnell und greift die organische Außenform noch einmal auf.

Hier nochmal die Außenmaße: Der zweite (für mich bessere) Versuch ist 1 m lang und 15 cm breit, das gibt eine fertige Breite von 6,5 cm.

Zum Steppen habe ich als Oberfaden 30er-Jeansgarn  genommen, das dickere Material lässt sich mit einer Topstitchnadel sehr gut verarbeiten. Die Spezialnadel hat ein größeres Ohr, da läuft der Faden problemlos durch.
(Hier im Vergleich eine normale Universalnadel- der Unterschied ist gewaltig, oder?
Und hey- die Topstitch lässt sich supereinfach einfädeln :)

Nach dem Zusammennähen (re/re, dabei die Wendeöffnung nicht vergessen!) hat mir der Sohn einen Kabelrest zerlegt. Einen der Drähte habe ich eingeschoben, dabei werden die Enden 1 cm umgebogen damit sie sich nicht durch die Stofflagen bohren.
 Zum Schluss wird die Wendeöffnung zugenäht.

Das fertige Teil lässt sich super um den Kopf drapieren: Als Rosette .....
......oder einfach verschlungen

Die Tochter hat das 84 cm lange Probeexemplar in den Dutt eingearbeitet, der hält dann sogar ganz ohne Nadeln:

Die Teile sind echt vielfältig und schnell gemacht,
ich glaube da nähe ich noch ein paar...

Noch mehr Kopfputz gibt es heute bei Gabi-
schön, dass du als Gastgeberin dabei bist!

(Ím März geht es bei Karen weiter, das Thema ist dann Shibori.)

Montag, 16. Januar 2017

Einen verdeckten Reißverschluss in ein Kissen nähen, ein Hirsch und eine Greten-Gewinnerin.


Irgendwie ist es nach den Weihnachtsferien, dem Jahreswechsel und dem ganzen Schnee diesmal besonders schwer, in einen geregelten Alltag zurückzufinden.
Dabei wollte ich ja schon längst die Greten-Gewinnerin auslosen und bekannt geben:


Herzlichen Glückwunsch, Daniela!

Aus den restlichen Stoffen der Grete habe ich zwischen den Jahren neue Kissen genäht, der Stoff passt einfach zu gut zu unserer neu gestrichenen Wand.
(Der anthrazit-güldene Hirsch war das Weihnachtsgeschenk der Tochter, gefaltet nach dieser Anleitung bei Instructables.)

Bei dieser Gelegenheit habe ich mal fotografiert, wie ich anfängertauglich ohne viel Messerei einen verdeckten Reißverschluss in ein Kissen nähe. Da ist viel einfacher und sauberer als ein Verschluss in der Seitennaht!

Zuerst schneidet ihr euer Rückteil 5 cm höher zu als euer normales Maß- wenn euer Kissen also 40 x 40 cm groß ist, dann schneidet ihr das Rückteil incl NZG nicht 42 x 42 cm, sondern 47 x 42 cm.
Dann schneidet ihr es an der Stelle auseinender, wo ihr den Reißverschluss haben wollt.
(Ich bekomme so zwei Teile: 37 x 42 cm und 10 x 42 cm.)
Zuerst nehmt ihr das größere Stück und bügelt es an der Schnittkante um, nehmt dabei einfach euren Reißverschluss als Maß:

Dann teilt ihr das 45 cm lange Stück Reißverschlussmeterware und näht ein Band so an:
dann näht ihr das andere RV-Band an der Schnittstelle des schmäleren Stoffstücks (rechte Stoffseite!) an:


Schon ist das Rückteil eures Kissens fertig.
Das geht so schnell, da habt ihr bestimmt noch Zeit, nette Paspel ins Kissen einzubauen :)

Ich habe mich in den Ferien immer mal wieder mit einem Kaffee aufs neu gestaltete Sofa gesetzt und genüsslich in Suschnas neuem Werk geschmökert. Die Einteilung in kleinste Kapitelchen ist genau das richtige Maß für eine kleine Lektüre zwischendurch.
Wie schon das Vorgängerbuch liest sich "Am Rockzipfel" wunderbar. Es ist gespickt mit gut recherchiertem Wissen rund um die Herkunft textiler Sprichworte. Diesmal dreht sich alles um Kleidung, das war genau das richtige Thema für mich!

(Ich habe die Bücher im Shop und freue mich sehr, das unabhängige Projekt damit zu unterstützen. Ihr bekommt das Buch aber auch direkt und vielleicht mit Widmung direkt bei Susanne.)

Und sonst so?
Ich freunde mich nach fast einem Jahr Fremdelei gerade mit meiner Covermaschine an und freue mich über die dicken Raupen, die auch gar nicht sportlich daherkommen müssen.
Aber das zeige ich euch demnächst. :)