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Mittwoch, 4. September 2019

Ein Rock: Animalprint als reverse applique

Yeah.

Das Langzeitprojekt des Sommers ist fertig, und der Rock war in der Tat das einzige neue Kleidungsstück das für mich das ich genäht habe. Ich habe Taschen und Zeux genäht, aber fast nur für andere.
Für mich selbst hatte ich irgendwie das Gefühl, satt zu sein.
Kennt ihr das?

Und da kommt so ein Handnähprojekt gerade Recht, da kann man stundenlang und langsam gucken, wie etwas entsteht. Auf der Terrasse nähen oder im Auto. Oder am Strand!

Den Rock mag ich gern, er ist mit Stiefeln und Rolli auch wintertauglich:


Das Prinzip wie das Muster entsteht habe ich ja schon hier in der Anfangsphase gezeigt, es werden die grünen Elemente ganz frei mit amöbenhaften Formen umstickt und dann innerhalb der Segmente der Oberstoff ausgeschnitten.


So kommt dann die Rückseite zum Vorschein.
Hinten habe ich einen schweren PES-Jersey genommen, da hatte ich noch einen tiefschwarzen Rest von einer Gymnastikhose im Haus.
Der Jersey vorne hat einen Viscoseanteil, das ist nicht ideal für umgekehrte Applikationen, aber mir hat die Farbe so gut gefallen. Gestickt habe ich mit meinem 30er- Jeansgarn.


Und die wunderbare Karen hat mir im Tausch zu dieser verkleinerten Nepaltasche eine perfekt passende Soloperle und eine Kette zum Rock  gestaltet.
Diese Tauschaktionen habe ich ja gerade zu den Anfangszeiten des Blogs viel gemacht, ich hatte ganz vergessen wie gut sich das anfühlt. Gerade wenn man mit einer so begabten und langjährige Internetbekanntschaft tauschen kann ist das ein echtes Glück.
Die Kette ist ein Traum und passt zu so vielen meiner aktuellen Sachen!
Vielen Dank, du bist die Beste!!


Und Monika hat mir schon im Sommer ein Netz geschickt, einfach so. Das passt herrlich in mein aktuelles Beuteschema!
Danke nochmal!!


Jetzt kann der Winter kommen, und dann vielleicht auch wieder die Lust, mir selbst ein paar aufwändigere Slow-Sewing-Sachen zu nähen!


Achja:
Guckt mal die unterschiedliche Musterung vorne und hinten an, geht es euch auch so dass das locker verteilte offenere Design vorne irgendwie besser kommt als die gleichmäßigere Design hinten? Das hat sich so ergeben und ich bin froh, dass das doch irgendwie zueinander findet.

Verlinkt habe ich den Rock beim MeMadeMittwoch, immer noch dem Laufsteg für tolle genähte Sachen! Danke fürs Organisieren dieses Events!

Mittwoch, 7. März 2018

Eine Chiffonbluse mit Biesen


Es gibt auf Stoffmärkten nichts verführerisches als leichte Blusenstoffe- egal ob Polyesterchiffon, Viskosekrepp oder Seidensatin.
Es gibt sie in herrliche Mustern, in tollen Farben, sie nehmen wenig Platz in der Stofftüte weg, sind leicht zu tragen und überhaupt. Aber eben nicht so einfach zu vernähen.....

Seit ich dieses flutschige Zeug mit Gardinenstärke bändige arbeite ich aber ganz gern damit. Vor allem für meinen immer noch lädierten Daumen ist Chiffon ideal. Man braucht kaum Kraft beim heften und nähen.


Bei der Passe der Bluse habe ich Biesen mit der Zwillingsnadel eingearbeitet- das ist ein grafischer Effekt an der Schulter. Die Biesen sind mit einer Schnur hinterlegt, hier habe ich beschrieben wie das gemacht wird.

Ich habe die beiden Passen gedoppelt und alles mit französischen Nähten versehen- so ist die Bluse auch innen sauber- gerade bei Chiffon ahnt man das ja auch von außen. Deshalb gibt es auch keine (in der Anleitung vorgesehenen) Belege, der V-Ausschnitt ist mit einem Schrägband eingefasst.
Achja: Und die Rückenpasse mit Falte darunter habe ich auch ergänzt.



Der Schnitt sitzt sehr gut, ich habe eine Burda-Figur. Ich werde das nächste Exemplar nur ein paar cm länger nähen.
Mich stören in dem Fall auch die überlangen Ärmel nicht, der Stoff ist so leicht dass das kaum ins Gewicht fällt.

Schnitt: Burda 11-2016 (Danke, Doris!)
Stoff: 1,50 m Polyzeux vom holländischen Stoffmarkt

Mal gucken ob ich beim MMM ein passendes Unterteil für mich entdecke- ich glaube das würde auch ein schmaler Rock gut dazu passen!



Mittwoch, 7. Oktober 2015

MMM: Burda 6911

Burda 6911, das ist ein Einzelschnitt, den es *glaube ich* ähnlich mal in einer älteren Knip gab.
Mein neues Knotenkleid.
Meine Freundin Heike hat den Schnitt gekauft- war aber eher enttäuscht. Deshalb habe ich auch erst mal ein Probemodell genäht. Und das war eigentlich schon gut tragbar.
Gut- die Rückenpartie saß wie so oft etwas eng, aber das lässt sich ja problemlos anpassen. Ungewohnt war, dass ich auch die Schulter um 1,5 cm verbreitern musste. Aber der Rest?
Ein phänomenal raffinierter und einfacher Schnitt.
Vorne ist das nur ein in sich gewundenes Schnitteil mit einer Naht in der vorderen Mitte. Hinten müssen manche vielleicht Abnäher reinbasteln, aber bei mir sitzt das so.
Die geschlungene Brustpartie ist supereinfach zu nähen, das sieht man ihr echt nicht an.
Heike hat es gestört, dass die Teilungsnaht bei ihr nicht genau unter der Brust verläuft. Aber ich glaube, dass das nicht so gemeint ist.
Auch bei einem klassischen Burdacup B ist das keine Empirenaht.
In dem Muster fällt das auch nicht sehr auf- deshalb würde ich 6911 nicht aus zu grafisch-klaren Stoffen nähen.
Der weiche und schön fallende Rippjersey war aber perfekt für den Schnitt.
Und so mache ich mit morgen auf den Weg nach Leipzig, dort werde ich die nächsten Tage Workshops im Stoffekontor geben.
In dem Kleid.
Mit dem ich dann für den Winter in Serie gehe.

Mehr gut gekleidete Frauen gibt es bein MMM, dem Catwalk der Nähnerds.
In dem Katharina ein Kleid zeigt, dass ich auch so-fort nachnähen würde!

Mittwoch, 15. Juli 2015

Empirekleid mit Goldfisch

Den hier schon vorgestellten handbedruckten Stoff habe ich letzte Woche weiterverarbeitet- der Fisch ist nun mit echtem Blattgold versehen und hat auch schon eine Handwäsche hinter sich.
Blattgold?
Genau, zwar würde man die Schuppen sicher auch plotten oder mit einer Textilfarbe anmalen können, aber echtes Gold glitzert einfach anders in der Sonne.
Ich habe die Schuppen mit Transfer-Medium auf den ockerfarben vorgedruckten Stoff gemalt und das dann mit zwei Scheiben Blattgold belegt.
Nach zwei Tagen Trocknungszeit kann der nichthaftende Rest mit einem weichen Pinsel abgetragen werden.
Bei mir war der mit Dekaprint gedruckte ockerfarbene Untergrund noch so anziehend, dass auch dort etwas Gold verblieben ist, das stört mich aber nicht sehr. Auf dem unbedruckten Stioff selbst bleibt das Gold natürlich nicht hängen.
Wer sich für die Technik interessiert: Sabine bietet dazu am 30.7. in Mannheim einen Miniworkshop an.
Der Schnitt ist altbewährt und eine Abwandlung eines uralten Brigittemodelles.
Das Kleid nähe ich seit wohl 20 Jahren alle zwei Jahre in einer anderen Farbe. Da kann man wohl von einem zeitlosen Lieblingsschnitt reden.
Lustig ist übrigens die ungefütterte Innenseite des Kleides- da ist noch das missglückte allererste Druckexperiment zu sehen. Die Kringel haben sich als zu dominant und dunkel erwiesen, da habe ich den Stoff kurzerhand umgedreht. Der zweite Versuch der Unterwasserlandschaft war dann besser.

Die Fotos im Garten sind von heute Morgen, daher ist das perfekt für den inspirierenden MMM-Laufsteg.
Ich habe das Teil aber die letzten Tage sehr gern und viel getragen- hier auf dem 40sten meiner Cousine in Oberfranken. Das Kleid passt auf ein Fest genausogut wie in den ganz normalen Alltag.
Ein Lieblingsstück, jetzt schon.

Schnitt: nach einem Brigitte Sonderheft 1999 ( in den Jahren immer wieder auf die körperlichenen Gegebenheiten angepasst....)
Stoff: ein Coupon grobes Leinen vom Stoffmarkt 
der Druck ist im Workshop bei Sabine Jeromin und Brunhilde Scheidmeir entstanden.

Mittwoch, 3. Juni 2015

MMM: Onion 2013 im Smilastyle

Nach dem eher fehlgeschlagenen Versuch eines ersten Sommerkleides habe ich einen echten Stoffschatz mit einem sicheren Schnitt vernäht. Bei den wunderbaren (leider vergriffenen) Sakruablüten von Smila durfte diesmal nichts schiefgehen.

Die beiden Stoffe wollte ich gern zusammen verarbeiten. So habe ich den bewährten Schnitt Onion 2013 etwas oberhalb der Taillenlinie auseinander geschnitten um eine Zäsur in die große gemusterte Fläche zu bekommen.
Wie schon zuvor habe ich das Oberteil gedoppelt und mir so die (auf Jersey)  heiklen Steppnähte eines Belegs gespart. Die reißen bei mir einfach zu oft, da sie ja nicht sonderlich elastisch sind ( Hier würde ich mir manchmal schon den dreigeteilten Geradstich der modernen Maschinen wünschen. Oder eine Covermaschine...)
Die Schnittteile selbst sind sehr gut ausgearbeitet, die knapp gehaltene dänische Anleitung lässt aber zu wünschen übrig. Überhaupt: Ich finde, dass Onion sich bei der Verarbeitung ein paar mehr Gedanken machen könnte. In diesem Fall sind Belege um den Ausschnitt meiner Meinung nach die schlechteste Lösung.
( Smila, die Königin der Onion-Umsetzungen gibt übrigens demnächst einen KleiderKurs, dort können Interessierte mal gucken wie ein Profi das angeht.)

Das Mittelteil habe ich mit Mesh gedoppelt, das gibt dem Teil etwas Stabilität und verhindert das Ausleiern.
Und aus ein paar kleinen Stoffresten habe ich mir ein keines Täschchen für den Objektivdeckel genäht, die Maße passen super für mein Makroobjektiv.
Die Anleitung dafür ist - wie stimmig! - aus Smilas zweitem Buch.

Der Sommer ist zurück und ich bin gespannt was die MMM-Teilnehmerinnen heute tragen!
Und da die Sakurablüten ein wirklich gehütetes Stoffschätzchen waren reihe ich mich noch bei Emma ein, sie hatte mit ihrer Farbmottowoche eine wirklich gute Idee!

Mittwoch, 13. Mai 2015

MMM: Ein Fakewickelkleid ( Das VokuHila - TfT )

Im Aprilheft zeigt Burda ein Fakewickelkleid mit interessanter Rocklösung.
Das doppellagige Oberteil schien mir nicht wirklich spannend, aber wie das mit dem Rock funktioniert wollte ich gern mal ausprobieren.
Und ja, diese Rockform ist super.
Es ist toll wie der Stoff beim gehen hinten an der Wade entlangstreicht.
Und das Kleid passt perfekt zu meiner neuen Tasche.
Aber das war´s dann auch schon.

Zum einen ist das Kleid einfach zu groß, die Blende sitzt zu tief, dabei habe ich da schon beim Schnitt 4 cm abgezogen.
Was mich aber wirklich wahnsinnig macht ist das ständige Herumzupfen weil das Vorderteil Querfalten schlägt. Auf gemustertem Stoff oder mit einem drapiertetren Schnitt fände ich die Falten schon OK, aber hier stören mich die Wellen in der grafisch-puren Fläche.
OK, dachte ich- nähe ich das mal von Hand mit einem kleinen Hexenstich zu.
Das eleminiert wenigstens die Falten.
( Dafür sehe ich von oben in den Pfusch hinein- ärgerlich.)
Aber auf den Fotos sieht man dann noch weitere Baustellen: Die zu tiefen Armlöcher, zuviel Weite in der Seitennaht und überhaupt. Das ist völlig unförmig!
Das war der Moment wo ich das Ding in die Ecke geschmissen habe.

Um es dann zum heutigen MMM (Thementag Wickelkleid) nochmal zu überarbeiten.
( Schulter angehoben, Rückenpartie korrigiert, den Wickeleffekt zur Hälfte mit der Maschine zugenäht. Dafür sitzt der Brustpunkt jetzt zu hoch. Ätzend. Das bin ich von Burda nicht gewohnt.)
Den Schnitt kann ich deshalb leider nicht empfehlen. Wer einen solchen Rock mag sollte ihn lieber an ein gutsitzendes Oberteil konstruieren.
Das werde ich irgendwann nochmal tun, den Effekt finde ich nämlich schon toll.
Von vorn schaut das Kleid japanisch schlicht aus, hinten sorgt ein üppiger fishtail für Weite und Drama.

Weitere Wickelkleider gibt es heute beim MMM, aber vermutlich bin ich erst mal geheilt.
Wickel aus Webware ist ein Wagnis.

Schnitt: Burda 4 2015, 118
Stoff: feine Popeline und Leinen aus dem Vorrat

Mittwoch, 15. April 2015

MMM: Onion 2013 Empirekleid, ein erster Versuch


Das ist meine erstes Kleid nach Onion 2013.
So auf den ersten Blick sieht man ihm die Verwandschaft zum legendären Knotenkleid an, die Silhouette ist ganz ähnlich. Der Ausschnitt ist natürlich nicht so raffiniert, aber dafür wesentlich alltagstauglicher.

Ich habe das Oberteil nicht wie angegeben mit Beleg gearbeitet sondern komplett gedoppelt. Das geht bei dünnem Viscosejersey ganz gut, bei Baumwolle würde ich innen wohl farblich passenden Meshstoff oder Wirkfutter nehmen.
Alle Kanten habe ich im oberen Bereich zusätzlich mit Nahtband stabilisiert.
Auf dem Bild sieht man noch eine Schwachstelle: Die Ärmel sind zu weit. Fotos sind da gnadenlos.
Geht es euch auch so, dass ihr erst auf den Bildern seht wo noch etwas hakt? Vor dem Spiegel ist mir das gar nicht aufgefallen.....
Die Abnäher hinten habe ich weggelassen, bei dem dünnen Material konnte ich das über die Seitennaht regeln. Ein paar kleine Änderungen werde ich noch in den Schnitt übertragen, dann gehe ich mit Onion 2013 in Serie.
Im Sommer dann gern auch kürzer :)
Danke für den Schnitt, Heike!

Schnitt: Onion 2013, z.B. via Stoffekontor
Stoff: ein Coupon vom Stoffmarkt
Verlinkt beim MMM, dem Inspirationsboard für kreative Klamottennäherinnen.

Mittwoch, 4. März 2015

MMM: Noch ein Wasserfallkleid (Burda 2 / 2013, Mod. 113 / 114)


Frühling. da macht es in der Mittagssonne mal wieder Spaß, Fotos für den MMM zu machen.
Ich trage heute mein derzeitiges Lieblingskleid.
Das ist wohl das am häufigsten getragene Kleidungsstück im letzten Winter.
Warum?

  • Zum einen ist es ein Kleid.
    Das bedeutet am Morgen: Anziehen und fertig.
    Keine Gedanken an Farb- oder Materialkombinationen- unkomplizierter geht es nicht. 
  • Die Farben. Da passt doch wohl alles dazu. Es ist vielfarbig ohne ernsthaft bunt zu sein.
  • Und das Muster: Sehr schmutzunempfindlich.
    Sogar die gefürchteten Kurkumaflecken fallen nicht weiter auf.
  • Und der Schnitt: Sitzt oben körpernah und fällt dann dezent über alle Winterpölsterchen.
  • Und nicht zuletzt das Material. Auch nach einigen Wäschen pillt es nicht, leiert kaum und hält die Farbe. Jersey ist ja echt Glückssache, aber hier passt alles.
Dieses Kleid würde ich genauso jederzeit wieder nähen.
(Achja: Der Flop der letzten Monate war das Weihnachtskleid. Fragt nicht.)

Schnitt: Burda 2-2013, 113, Wasserfallbreite auf ein Minimum reduziert.
Verschiedene andere Varianten hier (Original) und hier (halbe Breite)
Stoff: Stoffekontor (aus dem Jahr 2013, längst ausverkauft)
Wetter: 10 Grad und locker bewölkt. Yeah.


Mittwoch, 25. Juni 2014

MMM: Ein Rock aus Leinen



Der Heavy Rotation-Rock.
Zum einen trage ich ihn recht oft, so schlichte einfarbige Röcke sind die dankbarsten Kleidungsstücke.  
Und zum anderen rotiert er durch die empfindliche Farbe auch genauso oft in der Waschmaschinentrommel. 

Ich trage den Rock am liebsten mit dem Alabama-Chanin-Shirt, dafür habe ich ihn genäht. Aber auch mit einem weißen Shirt schaut das so richtig sommerlich aus.
Und da das Teil nun einige Wäschen hinter sich hat kann ich euch auch die Saumverarbeitung bedenkenlos empfehlen. Ich habe ein Schrägband re/li von innen mit 1 cm Abstand zur Kante aufgesteppt, nach außen umgeschlagen und mit großzügigen Handstichen a la Alabama Chanin fixiert.
Das gibt dem sonst schlichten Rock genau die richtige Portion Handmade.
Handmade ist (wie meistens) auch die Verstürzung des Reißverschlusses, so bekomme ich das einfach am saubersten hin. Der Rock ist bis zur Mitte mit dem Leinen gefüttert.
Der Schnitt ist aus der Burda 12 - 2009.
Mir hat gut gefallen dass er schmal fällt, aber durch den angesetzten Volant bewegungsfreundlich ist.
Der Rock hat sich vor dem Säumen sehr ausgehängt, ich habe nach dem Abpusten stellenweise 5 cm weggeschnitten. Sicher hat das auch mit der lockeren Webstruktur des Leinens zu tun, ein Rockabrunder ist in dem Fall ein Muss. ( Danke Andrea! )

Der Rock ist sehr schnell und einfach genäht. Falls ihr die Burda 12/2009 nicht mehr in eurer Bücherei findet könnt ihr den Volant vielleicht auch selbst an euren Rock-Basisschnitt konstruieren.

Heute reihe ich mich mal wieder in die Reihe der MMM-Teilnehmerinnen ein, ich bin gespannt was die anderen Selbernäherinnen so zeigen.

Schnitt: Burda 12 2009, Model 123
Stoff: Leinencoupon vom Stoffmarkt
Saumstickerei nach Alabama Chanin



Mittwoch, 19. Februar 2014

MMM: Ein 20 Jahre altes Kleid.


Das ist eins der ältesten Kleidungsstücke in meinem Schrank- es stammt aus dem Jahr 1994. Ich kann es ziemlich gut datieren, da ich es für die erste Schwangerschaft genäht habe.
Es ist aus grauem schweren Nicky, völlig fleckunempfindlich und pflegeleicht. Das sind vermutlich die Hauptkriterien für sein langes Überleben. Und es ist durch die Farbe leicht zu kombinieren.

Ich würde es jetzt nicht mehr ins Theater anziehen, aber für den normalen Haus- und Gartengebrauch ist es perfekt. 

Gestern habe ich bei 12 Grad und Sonnenschein (Mitte Februar!!) die Beete gerichtet- dazu hatte ich nämlich im Herbst keine Lust. 
Tja, und die faule Gärtnerin wurde belohnt: Mit Winterlingen, Schneeglöckchen und Märzenbechern.
Die Nachbarin kam dann ebenfalls mit der Kamera und hat mich bei der Gartenarbeit erwischt :)

Alte und neue selbstgemachte Sachen gibt es wie jeden Mittwoch im MMM-Blog. Es ist völlig richtig und wichtig, dass auch bewährte Sachen gezeigt werden.
Habt ihr auch Stücke, die ihr über Jahre immer und gerne tragt?
Und (zum Glück) immer wieder nachnähen könnt?

Schnitt: Vermutlich Burda International (1994)
Stoff: Schwerer Nicky, inzwischen pillt er leider etwas.
Ein paarmal habe ich das noch genäht, aber die anderen Exemplare haben nicht überlebt.

Mittwoch, 22. Januar 2014

MMM: Das legendäre Knipkleid



Das ist ein ganz typisches MMM-Lemmingkleid.
Wiebke hat das wohl zuerst gezeigt, ich bin aber durch Katharina drauf gestoßen. Meine Freundin Heike hat das Heft in den Weiten des WWW ergattert und ihn mir geliehen.
Quasi Teamwork, sowohl virtuell als auch inEcht.

Das Kleid hatte seine Premiere am ersten Weihnachtsfeiertag. Leider kenne ich die Stoffqualität vom Stoffmarkt-Schwesterballen, die habe ich letztes Jahr zu einem Weihnachtskleid verarbeitet. Und nach weniger als fünf Wäschen war der Stoff hinüber.
Das Elasthan hat gebeult und die Viscose gepillt. Ein stofflicher Supergau.
Smila hat mir geraten Stoffe heikler Herkunft nur bei 30 Grad zu waschen. Das werde ich ausprobieren, denn es wäre zu schade um diesen Prototypen.

Prototyp deshalb:
Die gekreuzten Bänder könnten bei fludrigem Jersey breiter sein.
An der Schulter ist es zu breit und die Armkugel passt noch nicht.
Aber vor allem: Am Rücken sitzt es etwas etwas spack am Speck.


Aber egal, ich tage jetzt im Winter eine Jacke drüber. Und für den Sommer näh ich das dann mit kurzen Armen.


Denn prinzipiell ist das Kleid super.
Und ich schaffe es sogar seit einiger Zeit, keine nennenswerten Flecken drauf zu machen. Geht doch!

Mädels, ich bin so dankbar, dass im MMM so viele schöne Jerseykleider gezeigt werden.
Denn Jerseykleider sind großartig!

Schnitt: Knip Februar 2012 (bis zu Taille komplett gedoppelt, deshalb ohne Belege)
Stoff: 2 m vom Stoffmarkt- gegen den Maschenlauf verarbeitet und deshalb leider leieranfällig.

Mittwoch, 15. Januar 2014

MMM: Mein Lieblingsstück 2013 (Ein Knotenkleid, wen wundert´s)

Mein Lieblingsstück 2013 habe ich noch gar nicht hier gezeigt- das hole ich jetzt mal nach.
Dieses Knotenkleid habe ich seit der Entstehung im Spätsommer eigentlich permanent angehabt: Bei Nähkursen mit fetter roter Filzblüte, in der nachweihnachtlichen Gammelzeit mit gemütlichem Cardigan und Hüttenschuhen auf dem Sofa, bei einer Thermomixvorstellung heute Abend......
Schwarz-weiß lässt unkompliziert stylen und passt eigentlich immer.
So gern ich im Sommer Leinen mag- Jersey ist trotzdem mein Lieblingsmaterial für Kleider. Es ist bügelfrei und wenn man eine gute Qualität hat, auch langlebig. 

Meine Lieblingslänge bei Knotenkleidern ist knapp über dem Knie. Das hier ist eigentlich 2 cm zu kurz.....

Und Jerseykleider sind mit einem Unterkleid vollkommen wintertauglich. 

Der Nachteil bei Winterkleidern ist der enorme Strumpfhosenverschleiß. Ich habe schon alles ausprobiert- von den wunderbaren Wolfort-Strumpfhosen bis hin zu den günstigen Exemplaren vom Aldi. Alle haben innerhalb zu kurzer Zeit irgendwo eine Laufmasche.
Das liegt an mir- ich bleibe auf dem Weg zum Kompost an einer Rosendorne hängen, am Weidenkorb beim Holznachlegen und wo auch immer. 
Wer einen guten Tipp für wirklich robuste Exemplare hat, ich wäre dankbar für eine Quelle. 

Im Augenblick trage ich draußen mein Cape über den Kleidern. Karen hatte gefragt, ob man zum Cape auch eine Tasche nehmen kann: Das geht gut.
Das Burda-Cape hat hohe Schlitze. Die sind praktisch, da die Tasche so direkt am Körper getragen wird und die Arme trotzdem Bewegungsfreiheit haben.

Ohne den MMM wäre ich wohl nicht so zwingend auf Knotenkleider gestoßen. Wegen der vielen realistischen Beispiele dort ist diese Aktion die tollste Inspirationsquelle für Selbernäherinnen. Danke!

Schnitt: Der inzwischen legendäre Onion 2022  (mit den üblichen Änderungen)
Stoff: ebenfalls von Onion ( via Stoffekontor, dort gibt es ihn aber nur noch in grau-weiß )