Sonntag, 27. Mai 2018

Stoffspielereien: Japan- geflickter Pulli

Gabi hat für den Mai das Thema "Japan" vorgeschlagen und eine schöne Ideensammlung gepostet.
Mit Shibori und Sashiko habe ich mich schon mal beschäftigt, aber die kunstvollen Flickereien ("Boro") fand ich dann schon spannend.
Bei Bimbambuki gab es schon öfters so kreativ gerettete Textilien zu sehen.

Also habe ich mich aufgerafft, einen meiner Basicpullis zu retten.
Er  hatte kleine Löcher und Flecken die beim besten Willen nicht mehr herausgingen. Gerade in Verbindung mit dem (so gekauften) Dégradé sahen die Flecken einfach schmuddelig aus.
Deshalb habe ich den Pullover zuerst einheitlich braun gefärbt, in der Hoffnung dass so die ersten Flecken in den Hintergrund treten. Die reinen Naturfasern haben die Farbe (Simplicol aus dem Drogeriemarkt) auch im Topf schnell angenommen.
Die Löcher und hartnäckigen Schatten habe ich auf der Terrasse umstickt. Ich liebe ja gerade im Sommer so kleine Zwischendurch-Handarbeiten im Freien.
Ich weiß noch nicht ob ich die Stickereien so einseitig lasse oder die Front noch komplett aussticke.
Was meint ihr?

Danke für das nette Thema- der Pulli wäre ohne dich vermutlich im Altkleidersack gelandet.
Gabi sammelt weitere Beispiele, ich bin gespannt!

Für den Juni hat Constanze das Thema Rokoko vorgeschlagen.
Noch bin ich ratlos, aber das wird schon :)

Kommentare:

  1. Der ist toll geworden, finde ich! Bin aber noch unschlüssig: So asymmetisch gefällt mir die Stickerei schon, aber auch unregelmäßig übers gesamte Vorderteil verteilt fände ich gut. Wirst ja sehen, ob du noch einmal Zeit und Lust hast, daran weiterzumachen. Danke jedenfalls fürs Teilnehmen - so ein feiner Beitrag! lg, Gabi

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    1. Für die Fußball-WM brauche ich auf jeden Fall noch ein Stickprojekt :)
      Mal gucken ob ich bei dem Pulli weitermache oder mir wieder ein Alabama Chanin Projekt suche.

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  2. Ich würde den Pulli so lassen, weil ich glaube, daß er so interessanter aussieht. Ein Teil gerettet!
    Viele liebe Grüße
    Annelies

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    1. Das war tatsächlich Rettung in letzter Minute... :)

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  3. Eine sehr gekonnte Pulli-Rettung. Ich würde auch keine weiteren Kreise hinzu sticken. So sieht es spannender aus. Es wundert mich, dass deine Färberei das Dégradé komplett ausgeglichen hat; ich dachte, Farben addieren sich immer. Aber um so besser, dass du das gewünschte Ergebnis erhalten hast. Kleine Handarbeiten mache ich übrigens auch gern im Garten.
    LG
    Siebensachen

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    1. Das war eine satte Flotte- der Pulli wiegt nur 150 g und die angegebene Stoffmenge lag bei 300 g für eine tiefe Färbung. Ich habe das über eine Stunde im Topf gelassen, so hatte das Braun genug Zeit aufzuziehen.
      Aber du hast schon Recht: Grundsätzlich hätte das Mittig noch etwas dunkler sein müssen. Ich bin froh dass das so homogen geworden ist!

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    2. Könnte daran liegen dass das Degradee auch eine Färbung war und das Material nur bis zu einem gewissen Sättigungsgrad Farbe aufnehmen kann.
      Der Pulli ist sehr schön so. Ich würde nicht weiter machen. Oder noch eine angefangene Flickstelle mit Faden und einer Nadel, gestickt.
      LG
      Martina

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  4. Super, jetzt sieht der Pulli wieder spannend aus und wird bestimmt auch zu einem Lieblingsteil. Ja, ich nähe auch gerne im Freien im Sommer. Deshalb kam mir Thema auch super passend.
    Liebe Grüße
    Ute

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    1. ... und im Freien ist das Licht in der Regel so viel besser! Eine Wohltat für die Augen......

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  5. Das ist ja eine total geniale Idee 😄 Ich hab auch eine Lieblingsbluse im maritimen Stil, die einen hartnäckigen Fleck unterhalb der Schulter ihr eigen nannte, den ich schließlich mit einem Segelbootknopf verdeckt hab. Jetzt könnte man denken, es muss so sein und ich musste mich nicht von einem meiner Lieblingsstücke trennen.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche - liebe Grüße von Lene

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    1. Gute Rettungsidee!
      Lieblingssachen zu retten ist so befriedigend. Und die Ahnung dass man irgendwie vieles retten kann ist perfekt gegen textile Verlustängste.

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  6. Ach, dass ist ja eine schöne Idee einen ans Herz gewachsen Pulli zu retten. Ich finde die Umsetzung gelungen, würde aber auch, wie Gabi schon geschrieben hat, die Kreise komplett auf den Pullover verteilen. Dann wäre es (in meinen Augen) perfekt gelöst. Durch die nur teilweise Anordnung, sind die Kreise (und auch die Löcher) zu sehen im Blickfeld. Aber es liegt ja in der Entscheidung der Machwerk Künstlerin :-) dies selbst zu entscheiden. Ja, mach es aus dem Bauch her und entscheide! Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag und ganz liebe Grüße aus Saint Jean de Luz.

    Annette

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    1. Mal gucken- erst mal trage ich es so. Dann kann ich immer noch umentscheiden. Wahrscheinlich gibt es kein objektives Besser und Schlechter.
      Alles ist super im Vergleich zum löchrigen Ausgangspulli.
      Hab noch einen schönen Urlaub, Annette!

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  7. Liebe Martina,
    so ein schöner feiner Pulli und so schön gerettet!
    Mir gefällt Asymmetrisches immer besser, deshalb würde ich das Teil so lassen. Einfache Handarbeiten führe ich auch gerne im Freien aus, das sind jedoch meistens nur Strick -oder Häkelarbeiten, die wenig Aufmerksamkeit erfordern.
    Mich erstaunt es übrigens auch, dass die Überfärbung einheitlich wurde. Glückwunsch. Liebe Grüße
    Tyche

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    1. Stricken kann ich ja gerade nicht mehr, die Stickerei ist da eine gute Alternative.
      Ich wünsch dir viele kreative Terassenstunden im Sommer!

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  8. Das Asymetrische macht den Pulli richtig interesssant, tolle Idee. Habe auch schon einen schwarzen Kaschmirpullover, weil kleine Löcher(hat wohl einer kleinen Motte geschmeckt) entsorgt. Wäre nicht nötig gewesen, die Idee ist abgespeichert. Lieben Gruß ulrike-kristin

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    1. Oh ja, Kaschmir- Lieblingsspeise aller Motten. :(

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  9. Schön gerettet, wahrcheinlich würde ich weiter sticheln, obwohl ich ein extremer Verfechter der Asymmetrie bin, kann es aber gerade nicht begründen.
    Toll wie schön der Pulli auch die Farbe angenommen hat.
    Drüben bei mir - du hast vollkommen recht, die Tasche als Arbeitsbegleiter sehe ich auch eher nicht, sondern so als Sommeraccesoire. Erst recht, wenn man jemand ist, der den halben Hausstand immer bei sich hat.Als Verpackung aber unschlagbar.
    Viele Grüße, Karen

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  10. Superschön gerettet und bitte unbedingt so lassen - komplett verteilt würden die einzelnen Stichelkreise nicht mehr wirken! Ich finde wirklich, dass solches Sticken oder überhaupt Kreativarbeit im Freien unschlagbar ist. Muss mir jetzt noch was für den Urlaub überlegen, aber ich tippe schwer auf Stickarbeit :-) Auf jeden Fall ist es klasse, dass du nun wieder einen Pulli mehr zum Anziehen ist. Wunderschön noch dazu (und besser als vorher, wenn ich das anmerken darf ;-))
    LG. Susanne

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    1. Ja, nimm dir was zum Sticken mit- und in England gibt es ja auch Handarbeitsgeschäfte die dich mit Nachschub ausstatten können. Schönen Urlaub, Susanne!

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  11. Toll... ich würde es auch asymmetrisch belassen...
    Das ist eine schöne Idee für meine Jeans... sie hat ein paar richtige Löcher die nicht wie vom Designer aussehen.
    LG
    Christine

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    1. Gerade auf Jeans schaut das richtig gut aus! Mach mal- bei Bimbambuki gibt es tolle Beispiele mit kleinen gestickten Kreuzen. So schön!

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  12. Eine gelungene Rettung. Ich mag es so asymetrisch.
    Seit Du mal Alabama als Thema gesammelt hast repariere ich Shirts gerne ähnlich. Allerdings klebe ich vor dem Umsticheln einen Flicken unter und schneide anschliessend gezielt frei.
    LG Ute

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  13. Das hast du gut gesagt! Es ist sogar doppelt befriedigend, weil man nicht nur etwas vor dem Wegwerfen bewahrt, sondern auch noch - zumindest gefühlt - etwas schönes Neues erhält, oder?
    Dein Pullover sieht klasse aus... ich würde die Stickereien auch asymmetrisch lassen, das gefällt mir sehr...
    Herzliche Grüße aus St. Petersburg!

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    1. Du hast das Boro ja schon auf viel höherem Niveau praktiziert- auf deinen Jeans schaut das so toll aus und hat mich sehr motiviert das Reparieren anzugehen. Danke!

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  14. Tolle Idee, so den schönen Pullover zu retten. Wäre etwas für Miene Lieblingspullover, die leider auch die der Motten sind!
    Danke und Liebe Grüße
    Christiane

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  15. Das ist eine Reparatur so ganz nach meinem Geschmack! Mir gefällt das Asymmetrische auch sehr gut. Das kann ruhig so bleiben.
    LG
    Valomea

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  16. Der Pullover ist ja nicht wiederzuerkennen! Hier noch eine Stimme für „so lassen“, aber du kannst ihn ja erst mal Probe tragen. Liebe Grüße Christiane

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    1. OK, ich hätte den Ausgangspulli für ein faires Vorherfoto mal bügeln sollen- aber so gefällt er mir wirklich viel besser. (Inzwischen auch gebügelt um das Pilling plattzumachen....)

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  17. Prima Ideen ein geliebtes Kleidungsstück zu retten. Ich wäre auch für so lassen und finde diese Kreisspielchen super. LG INgrid

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    1. Danke Ingrid- Rettungsversuche sind immer sehr spannend!

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  18. Liebe Martina,

    ich würde den Pulli vorsichtshalber so lassen. Das Gewebe ist ja nicht mehr das jüngste und sollte auf der gegenüberliegenden Siete noch mal ein Loch entstehen, dann kannst Du es dann präzise umsticheln. Ich finde Deine Rettungsvariante jedenfalls sehr schön und freu mich für Dich.

    LG Mareike

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    1. Oh ja, der nächste Fleck kommt bestimmt, ich bin eine schrecklich undisziplinierte Köchin und Schürzenträgerin :)
      Ich glaube, ich lasse das jetzt mal so.

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  19. Der Pulli sieht toll aus, als wäre es Design und nicht Rettung! Ich finde die einseitigen Stickereien sehr gut. Liebe Grüße 😊

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    1. Aus Rettung wird Design. Und macht so auch viel mehr Spaß!

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  20. Eine weitere Stimme für so lassen!
    Wie schön, wenn aus Basic Design wird <3
    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Stimmt- und mit der tonigen Stickerei ist der Pulli doch noch so neutral, dass ich ihn zu meinen meist gemusterten Röcken tragen kann.

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  21. Irgendwie bekommen ja nur helle Pullis Flecken und Deine Idee, es vorher einheitlich dunkler zu färben, hat ja vermutich schon manches von den dunklen Flecken weggenommen. Und mir gefällt die assymmetrische Stickerei, da sie lebendiger wirkt. Hättest Du mich aber vor den Bilder gefragt, wäre ich für die gesamte Fläche gewesen, mein Nähhirn tickt wohl eher in Regelmäßigkeit - gut, dass manchmal fehlendes Garn (wie bei mir) oder die Lust am Fertigwerden (wie bei Dir) zum Abweichen von festgesetztem Denken führt.
    Viel Spaß beim Tragen (vermutlich ja erst im Herbst)
    Ines

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