Montag, 30. Januar 2012

Wickelrock aus Wollwalk

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Mit einem Mal ist es draußen richtig kalt- da ist ein vergammelter Sonntag genau richtig, um aus einem warmen Wollwalk ein Wickelröckchen zu nähen.
Und gleich zu tragen.
Einen passenden Loop gab es auch dazu, aber irgendwie ist mir das zu viel Gewurstel obenrum- ein Schal ist da schöner.
(Man beachte bitte auch die farblich abgestimmten Wollsocken.
Und den strategisch gut gewählten Platz vor der warmen Heizung. )
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Verschlossen wird das Wickelröckchen mit einem Karabinerhaken, Metallteile schauen meist professioneller aus als die üblichen Bindebänder. Hier ist auch ganz gut zu sehen, dass ich die Webkante an der Seite gelassen habe, das gibt einen schönen Abschluss.


An der Seite ist wieder ein Täschchen, das wird mit kleinen Karabinern an mitgefassten Schlaufen befestigt.


Das Bindeband wird durch ein Knopfloch nach hinten geführt und läuft dort in Gürtelschlaufen, dann sitzt der Rock besser.
Ich sag´s euch, das Ding ist total gemütlich :)

Wollwalk: aus Evas Laden, es gibt ihn online aber nur noch in rot/weiß
Stoff: Amy Butler, ein Reststück aus einer älteren Kollktion
Metallteile: Sostshop via eBay
Schnitt: selbstgebastelt

Mittwoch, 25. Januar 2012

MMM- mein Lieblingsoutfit


Lange konnte ich mein Lieblingsjäckchen nicht anziehen- an beiden Ellenbogen hatte es Löcher.
Und nun ist es mit den Flicken drauf sogar ein echtes MMM-Teil, denn heute Morgen bekam es neue Patches an den Armen.
Die Farbe der Jacke ist absolut unterbewertet, diese schlammige Etwas lässt sich so toll kombinieren.
In dem Fall mit einem anderen Lieblingsteil, dem farblich fast identischen Rehleinrock, den ich sehr viel trage.


Die Patches habe ich zuerst mit steam-a-seam auf die Ellenbogen gebügelt und dann mit einem einfachen Stich fixiert.
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Und das schaut doch tatsächlich so aus, als wäre das schon immer drangewesen.
Jetzt wartet eine Ladung handgestrickter Socken drauf, irgendwie repariert zu werden. Das ist wohl nicht so schnell passiert, richtig gut zu stopfen ist eine Heidenarbeit und ich kann das bei weitem nicht so gut wie meine Oma.
Aber Übung soll ja den Meister machen, oder ? :)

Mehr tolle Klamotten gibt es über Cats Linkliste- Danke!

Montag, 23. Januar 2012

Etuikleid aus Küchenkaro :)


Letzte Woche im Zeitungsladen habe ich wieder mal eine Burda gekauft, um dann festzustellen, dass der Etuikleidschnitt meiner Wahl erst bei Größe 44 losgeht.
Nun denn, ich lasse das einfach ein paar Jahre liegen, vielleicht passe ich ja irgendwann mal rein.

In der Novemberausgabe aus dem Jahr 2003 bin ich dann fündig geworden, dieser Schnitt hat auch seit Jahren einen Merkzettel eingeklebt. Wenn ich an Retrokleider für mich denke, lande ich unweigerlich bei den 60er Jahren mit den grafischen JackyO Kleidern. 
Das eignet sich gut für spontane Nähaktionen, da in der Regel ein 150cm-Coupon ausreicht.

In dem Fall wurde es aber ganz schön knapp, da ich einige Teile im schrägen Fadenlauf zuschneiden wollte. Und als ich die Elemente dann ausgelegt habe, war das vordere Oberteil spurlos verschwunden. Nach einer Stunde Aufräumen und Suchen habe ich dann zwei größere Restteile zusammengenäht , um das fehlende Stück noch einmal zuzuschneiden.
(Geht es euch auch manchmal so, dass Teile verschwinden um dann zwei Tage später bei der Ladestation des Telefons wieder auftauchen? Das ist zum Haareraufen....... )


Seht ihr die Naht in der oberen vorderen Mitte? Genau das war der erste Pfusch :)
Der zweite Pfusch kam, als ich gemerkt habe, dass das Rockteil nicht A-förmig genug fällt. Da habe ich kurzerhand in der hinteren Mitte einen Keil eingesetzt.
Trotz aller Improvisation bin ich glücklich mit dem Kleid, es sitzt im oberen Bereich sehr gut, höchstens die Schulter werde ich das nächste mal etwas verbreitern.


Der naturfarbene Stoff ist nicht besonders günstig für meinen Hautton, aber durch die roten Ränder kann ich die Farbe trotzdem tragen. Den Leinenton mag ich nämlich sehr.


Schnitt: Burda 11-2003, Modell 119 (Ausschnitt tiefer und zusätzliche Paspel)
Stoff: Stoffmarkt 2010

Montag, 16. Januar 2012

Schneekönigin


In den großen Töpfen vor unserer Haustür blühen zur Zeit die Christrosen und ich wollte diese weißen Blüten schon lange mal als Gestaltungsidee aufgreifen. Stattdessen habe ich mich aber wochenlang in der Waringham-Saga von Rebecca Gablé vergraben. :)
Da kam Julies Anfrage nach einer passenden Tasche zu ihrem Schneeköniginnen-Kostüm gerade recht, um mich aus meiner Lethargie herauszureißen.
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Den silbrig-glitzernden Steppstoff hat Julie geschickt, mir ansonsten aber freie Hand gelassen.
Ich habe ziemlich viel rumprobiert: Strasssteine, stilisierte Eiszapfen, Schneekristalle- aber schlussends bin ich dann doch wieder bei der ursprünglichen Idee mit den Blüten gelandet.


Die wurden mit einem Steppstich umrandet, damit die einzelne Blüte an Kontur gewinnt. Mit einem Knötchenstich wurden die einzelnen Elemente dann am oberen Taschenrand befestigt und geben einen schönen Kontrast zu dem glänzenden Steppstoff.


Innen habe ich die Tasche mit einem kuscheligen Molton gefüttert, das gibt die notwendige Schwere und Stabilität.


Danke Julie- für die Inspiration und die tollen Tauschpäckchen, die ich für die Tasche bekommen habe.
Viel Spaß auf dem Fasching!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Kurz vor Weihnachten

Ein 5-Minuten-Geschenk:
Lieblingsstoff mit Steam-a-seam oder Vliesofix auf ein IKEA-Mousepad bügeln, mit der Wellenklenge außen herum schneiden.
Fertig.

Ein 50-Minuten-Geschenk:
Nach dieser Anleitung aus gewöhnlichen Notzizklotz-Quadraten einen kugeligen Stern falten.
Das ist eine nette Idee für Teenagertöchter, die auf die Schnelle noch ein Geschenk für die Oma brauchen :)

Und wenn mir jetzt jemand ein 5-Stunden-Zeitfenster schenken würde, hätte ich aus diesem wunderbaren Stoff schon ein Weihnachtskleid genäht.
Aber zwischen den Jahren ist dann endlich die Zeit, den wohl derzeit kostbarsten meiner Stoffe in ein tolles Sylvesteroutfit zu verwandeln.


Ich wünsche euch allen
ein frohes Fest
und ein paar entspannte Feiertage!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Ein Kissen aus Bauernleinen


Vor Weihnachten bin ich meist für andere kreativ-
Aufträge werden abgearbeitet, Geschenke sollten genäht werden.
Aber es war immer mal wieder Zeit, an einem Kissen herumzusticken und es dann auch sofafertig zu bekommen. Das Leinen dafür stammt noch aus der Aussteuer meiner Urgroßmutter.
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Besonders gut gefällt mir die weiche Paspel, die den Reißverschluss hinten verdeckt- das war ein Experiment, das mal auf Anhieb so geklappt hat wie ich mir das vorgestellt habe. :)
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Die Stickerei hat wie immer viel Spaß gemacht, ich habe ganz unterschiedliche Blüten frei geplant nach oben wachsen lassen. Den linken Blütenkopf mag ich am liebsten, ich könnte mir auch ein Kissen nur mit einer solchen Soloblüte gut vorstellen.

Das wohl populärste Buch für freies Sticken ist Aimee Rays "Doodle Stitching". Fast noch besser gefällt mir allerdings "The New Crewel" :


Katherine Shaughnessy stickt mit voluminösem Wollgarn ganz einfach anmutende Motive. Das ist in der Regel so simpel aufgebaut, dass man sofort loslegen möchte.
Ohne Kreuzstichtabellen, Zählmuster oder Kopierstifte.
Einfach so.
Die Motive können beim Sticken wachsen.

Gut- das wird nicht immer ein großer Wurf ( bei dem Kissen gefällt mir die rechte Blüte nicht mehr...) aber die Stickerei macht viel Spaß.
Der Weg ist das Ziel :)

Montag, 5. Dezember 2011

Besser sehen


Das mit dem Älterwerden ist eigentlich gar nicht so schlimm-
Falten stören mich nicht, graue Haare werden überfärbt und das mit dem Rücken geht bei konsequenter Gymnastik auch ganz gut.
Aber die Augen...

Ich bin kurzsichtig habe im letzten Jahr immer die Brille abnehmen müssen, wenn ich gelesen habe, an der Nähmaschine saß oder vor dem PC.
Ohne Brille ging das alles ganz gut, aber mit Brille eben nicht.
Nun habe ich seit letzter Woche eine Gleitsichtbrille, damit endlich das ständige Auf- und Absetzen entfällt. Die ersten Tage waren sehr gewöhnungsbedürftig, gerade beim Treppensteigen hatte ich ein echt komisches Gefühl. 

Aber nun geht das immer besser- gerade in Momenten, wo man von Nah auf Fern umswitchen muss, hat sich die Brille bewährt. Ganz toll fand ich das im Nähkurs am Wochenende, in Workshops habe ich nämlich sonst die Brille immer irgendwo abgelegt und nicht mehr gefunden. :)


In Evas Laden in Heidenheim war es richtig gemütlich, die Mädels waren so im Nährausch, dass das Essen fast zu kurz gekommen ist. Dabei gab es so tolle selbstgerührte Marmeladen, die eine der Teilnehmerinnen zusammen mit einem Hefezopf mitgebracht hat.
Orange-Aperol- das ist unglaublich lecker!



Viele tolle Sachen sind entstanden, nette Leute waren dabei und ich freu mich schon sehr auf die nächsten Kurse 2012. Auf Evas gemütlichen Laden, die vielen Stoffe und Bänder und auf das Nähfieber, das immer ausbricht :)