Schneemassen.Buchhalterischer Jahresabschluss.
Kranke Kinder.
Und dann ist auch noch der geliebte Traktor-Nähstuhl von IKEA endgültig hinüber. Die notdürftig mit Heißkleber hineingepfuschte Rolle war einfach nicht mehr zu befestigen. Und der Stuhl nicht mehr im Programm.
Keine gute Woche.
Aber im Keller einer Nachbarin fand sich überraschend Ersatz:
Ein ungeliebter Arztpraxenstuhl!
Und der ist genau das, was ich gesucht habe.
Denn ich brauche vor der Nähmaschine etwas auf Rollen, aber unbedingt ohne Lehne.
(Klingt merkwürdig, aber die ist mir im Weg. Da stoße ich immer mit dem Ellenbogen dagegen, wenn ich den Stoff unter der Nadel hervorziehe....)
Jetzt nehme ich mir mal vor, keine Fäden mehr auf den Boden fallen zu lassen, sonst würde das tolle Teil nämlich auch in kürzester Zeit auf solchen Rollen daherkommen.
Die scheibchenweise Zeit der letzten Tage war dann gerade gut, um ein paar Geldbeutel zu nähen.
Perfekt für zwischendurch, wenn man erst mal das Nähprinzip verinnerlicht hat :)

Zum zwölften Geburtstag bekam die Tochter den Schulrucksack "den jetzt alle haben".
So habe ich den kleinen Geldbeutelschnitt hinten mit einem Klarsichtteil (Namensschild von einer Messe) versehen und einen Karabiner in der Seitennaht mitgefasst. Die eingehakte Schnur geht zu einem Schnuraufroller, den wir früher zum Befestigen der Schipässe am Anorak hatten.


Die habe ich außen mit einem applizierten Vogel versehen- mit vielen plastischen Knötchenstichen außenrum.
Die Atomiumtasche lässt sich auch gut mit einem längeren Henkel versehen- für Leute, die Taschen lieber quer tragen.
Danke Julie für den Gegentausch- nun habe ich wieder Nachschub an Pflegezeugs mit meinem erklärten Lieblingsduft.
Und die Ansteckblüte ist aus einem Wanderpaket: Für Gelegenheiten, bei denen es etwas mehr sein darf.
Das Projekt hat mir richtig Spass gemacht. Der Rock hat genau die Portion Augenzwinkern und Geschichte, die man eben nicht in einem Laden kaufen kann.



