Sonntag, 28. März 2021

Pop-Art, misslungene Stoffspielereien

Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen.

Das scheint diesmal gut zu passen :)

Als Clara von Bimbambuki das Thema Pop-Art vorgeschlagen hat war gleich klar, was ich erreichen wollte.
Pop Art erhöht Alltagsgegenstände durch plakative Darstellung zu Kunst, gerne auch in Serie als Raster wie man es ja z.B. von den Campbell-Suppen kennt.
Und nach dem Interview neulich mit Michaela von müllerin Art war ich ganz angefixt von ihren Stempeleien und wollte gern auch mal schnitzen.

Ein geliebter Alltagsgegenstand ist meine Nähmaschine, die habe ich aus zwei Stempeln zusammengesetzt. Das Gummi hatte ich schon ein paar Jahre herumliegen und ich war ganz froh, dass ich es auf Anhieb gefunden habe. Aber es war viel weicher als ich es in Erinnerung hatte und ich musste beim Schnitzen sehr vorsichtig sein. (Altert Gummi?)

Das Stempeln mit der geschnitzten Platte war auf dem Stoff mühsam, ich habe weder mit der Schaumstoffrolle noch mit der Glasplatte oder dem Pinsel einen schönen gleichmäßigen Farbauftrag hinbekommen. Spätestens da hätte ich auf eine Schabolne und klassischen Siebdruck umsteigen müssen. Aber nein.
Ich habe weiter probiert, alles vollgekleckst und mich geärgert.


Die geplante Serie habe ich dann auseinandergeschnitten und die am wenigsten misslungene Pfaff auf das Vorderteil eines Shirts gecovert. Der geringelte Stoff bietet genug Ablenkung damit man nicht so genau auf das Motiv guckt.


Vielleicht binde ich das noch mit ein paar Handstichen ein, aber gerade mag ich mich nicht mehr damit beschäftigen.
Die grundsätzliche Idee finde ich nach wie vor gut, aber mit Stempeln würde ich das nicht mehr probieren. Da fehlt mir einfach die plakative Klarheit wie sie bei Pop-Art ins Auge springt.
Zudem waren meine Siebdruckfarben wohl auch nicht der richtige Partner für die greisen Gummis.

Ich bin mir aber sicher, dass ihr drüben bei Clara schöne Spielereien finden werdet, guckt doch mal rüber!

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.


Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche



Kommentare:

  1. Liebe Martina.
    Toll, dass du deine Erfahrungen so konkret teilst. Schade,dass es für dich mit solch einem Frust daherkommt. Aber du hast das beste daraus gemacht. Das Nähmaschinenmotiv auf dem T-Shirt gefällt mir ausgesprochen gut.
    Liebe Grüße Ute

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  2. Schön, du hast dich auc einem Alltagsgegenstand gewidmet. Den Kummer kannn ic nachvollziehen. Mit Feezerpapier habe ich gut Erfahrungen gemacht, zwar meist kleinteiliger,aber mit einer Rolle auch möglich.
    Das T-Shirt finde ich witzig und mit Stichen, wie erwogen, wirst du dann ganz sicher zufrieden sein.Das macht sicher Schule unter Nähverrückten.
    viele Grüße Karen

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  3. Hach, das ist doch wieder echt Frau Machwerk!
    Andy und Roy hätten sich mit dem Umriss einer Garnrolle oder einer Nadel begnügt - aber es muß gleich eine Nähmaschine sein!
    Trotz Deiner Enttäuschung über den fehlgeschlagenen Versuch nehme ich zwischen den Teilen doch Deinen Humor wahr, und als Applikation auf einem T - shirt werden die Nähmaschinen einmalig sein.
    Danke für den Erfahrungsbericht,
    Herzliche Grüße
    Tyche

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  4. Der Gummi, den ich hatte, wurde mit der Zeit immer spröder und ich gebrochen und gesplittert. Aber so schlecht finde ich das Motiv nicht. Vielleicht ist es nur zu groß? Aber mit Färben kenne ich mich nicht aus. Habe nur einmal auf Papier gestempelt. Das T-shirt ist doch tragbar!
    Liebe Grüße
    Annelies

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  5. Schade, dass es aus deiner Sicht nicht so gelungen ist. Aber auch die Erfahrung zählt, nicht wahr? Prima, dass du es dennoch gezeigt hast.
    LG
    Siebensachen

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  6. Von Stempel lasse ich mittlerweile meine Finger - die Stoffmanipulation mit Drucken, Färben etc. ist nicht so meins. Ich "technike" lieber;)
    Auf den Bildern sieht die Nähmaschine gar nicht so mißglückt aus - aber die Stempelei hat vermutlich einfach nicht die Perfektion Deiner sonstigen Siebdruckarbeiten. Ein Sieb mit Nähmaschinenmotiv wäre klasse (wenn auch nicht für mich... - s.o.)
    Liebe Grüße
    Ines

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  7. Stempeln ist auch eine gute Idee für das Serielle. Blöd, dass es nicht geklappt hat, irgendwie schienen Gummi und Farbe nicht zusammengepasst zu haben. Aber das Motiv ist klasse, ein tolles Motiv für alle Nähnerds.
    Liebe Grüße Christiane

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  8. Über die greisen Gummis musste ich grinsen, und dein T-Shirt finde ich gelungen - aber ich kann auch deine Enttäuschung verstehen, dass es nicht so geworden ist, wie du wolltest. Das Motiv ist auf jeden Fall toll - wie wäre es mit einer Minikollektion (damit sich der höhere Aufwand lohnt) von siebgedruckten Nähmaschinen-T-Shirts für die Stoffspielerinnen? Ich würde dir mit Vergnügen eins abkaufen!

    Herzlichen Dank fürs Mitmachen und Zeigen!
    Liebe Grüße aus der Ferne,
    Clara

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  9. Schön das Du uns Deine Erfahrungen präsentiert hast, das T-shirt finde ich schön. Nicht jede Technik soll gelingen, mit den Mitteln die einem zur Verfügung stehen. Das Ergebniss finde ich nicht so schlecht wie Du es beschreibst, aber du hattest ja was anders im Kopf. Lieber Gruß Jeanettte

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  10. Ja über solch prosösen Gummi würde ich mich auch ärgern. Sehr nett finde ich zu sehen, dass Du Motive auch am Fenster abpaust :-) Liebe Grüße!

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  11. Erfahrungen sind auch wertvoll. Vor Drucktechniken habe ich Respekt da ich dazu wenig Erfahrungen habe. Bin gespannt ob du es noch mal mit einer anderen Technik probieren wirst. Das Motiv hätte es verdient.
    Bei meinen wenigen Textilfarben beobachte ich auch gerade, dass sie eintrocknen. Manche Vorräte wollen zeitnahe genutzt werden.
    LG Ute

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  12. Ach Martina, ich freu mich so, dass Du auch Dein Misslungenes zeigst! Ganz klar: Wer klare, exakte Abdrucke und Grenzen vom Siebdruck gewohnt ist, wird mit Stempeln grundsätzlich schon mal nicht so ganz glücklich. Und ja: ich denke, dass Gummi altert (zumindest richtiger Kautschuk) - erst wird er ganz weich, später hart und bricht. Die Nähmaschine am Ringelshirt finde ich trotzdem witzig für eine Viel-Näherin, also alles gut am Schluss? Liebe Grüße, Gabi

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  13. Ganz große Nähmaschinenliebe kann ich da nur sagen. Schade, dass es nicht wirklich so geklappt hat. Ringel lenkt wirklich vom Motiv ab, aber ich finde das muss gar nicht sein. Das ist eben ein richtiges Unikat und das muss so sein wie es ist. Mir gefällt das Motiv.
    LG Mirella

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