Von meinem zweiten Belfort-Experiment habe ich euch ja schon letzte Woche erzählt. Das Kleid hat nun mangels Schneiderbüste 10 Tage auf einem Bügel ausgehangen und ich habe es gestern endgültig gesäumt. Perfekt ist der Saum nicht, am Körper fällt der schräge Fadenlauf doch nochmal anders.
Ich mag die Farben, der alte Gardinenstoff passt super zum Schnitt, es ist bequem.
Aber: Das Problem mit den Stauchungen an der Rückseite bleibt.
Auf dem rechten Foto oben sieht man ganz gut, dass da im Hüftbereich eigentlich genug Weite vorhanden ist. Es ist sogar einen Tick zu sackig. Ich trage ein Unterkleid aus flutschigem Material und trotzdem bilden sich da diese Falten.
Das nächste Mal werde ich das Rückenteil im oberen Bereich im Fadenlauf zuschneiden, das mittlere Teil hinten weiterlaufen lassen (das ist als Zäsur sogar schöner da ich das Bindeband weggelassen habe) und nur den Rock schräg schneiden.
Denn ich vermute, dass ein komplettes Rückteil im schrägen Fadenlauf immer Probleme machen wird wenn man wie ich diagonal schwer fallende Stoffe nimmt.
Oder weiß jemand von euch eine andere Lösung?
Eine Fehlinterpretation des Schnittes werde ich allerdings beibehalten: Im Original laufen die Ärmel auch in der Blende trompetenförmig weiter. Das wäre mir zu weit- wenn sie sich am Saum verjüngen ist das für mich alltagstauglicher.
Fazit: Ich werde den Schnitt nochmal modifizieren. Denn stilistisch mag ich es ausgesprochen gern. Und ich werde dieses Kleid auch tragen. Basta.
Schnitt: Belfort von der Schnittquelle
Stoff: Ein alter Gardinenstoff kombiniert mit einem Krepp aus meinem Vorrat
Zeitaufwand: Drei Stunden
Lehre: Ich brauch eine Schneiderbüste zum Aushängen und Abstecken von Säumen!!
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