Im siebten Kapitel beschreibt Colette Wolff, welche Möglichkeiten es beim Smoken gibt.
Zugegeben, ich war überfordert.
Erst als mir meine Freundin und Trachtenexpertin Angelika die Grundbegriffe inEcht gezeigt hat konnte ich nachvollziehen, wie diese Technik überhaupt anzugehen ist.
Grundsätzlich wird der Stoff zuerst mit Zügelfäden in gleichmäßige Falten gelegt. Diese Falten werden dann von der rechten Seite aus mustermäßig zusammengenäht.
Man fixiert quasi zwei Faltenberge und sticht dann entweder unsichtbar auf der linken Seite diagonal zum nächsten Punkt oder (das ist einfacher) auf der rechten Seite wie im Beispiel weiter unten.
So ergibt sich eine sehr plastische und elastische Fläche.
Eigentlich wollte ich ja während des Olympiaguckens smoken, wer aber das Beachvolleyballfinale gesehen oder mit Mo Farah über die 5000 m gezittert hat, der kann nachvollziehen, dass das alles viel zu spannend zum Handarbeiten war.
So ging Olympia vorbei und ich hatte nichts umgesetzt......
Bei einer 400 km-Trip auf dem Beifahrersitz kam dann ein kleines Täschchen heraus.
Immerhin.
Bei weiteren 450 km ins heimatliche Oberfranken bin ich dann ein größeres Projekt angegangen.
Einfarbige Stoffe kann man nicht so exakt in Falten legen wie den gemusterten Clipbörsenstoff. Angelika hat mir Zügelband überlassen, das habe ich auf die linke Seite gesteckt und konnte mich dann beim Faltenlegen am eingewebten Karo orientieren.
Hier sieht man gut, wie diagonal gestochen werden muss, damit die Elatizität erhalten bleibt.
Die Fadenstege liegen hier im Gegensatz zur Clipbörse an der Oberfläche und ergeben ein Zickzackmuster.
Irgendwann smoke ich den anderen Teil der Tasche und suche mir noch passendes Leder für den Rand und die Träger.
So geht es vermutlich den Sockenstrickerinnen, der zweite Strumpf ist nur noch ein Copy&Paste und nicht sonderlich spannend. Fleißarbeit eben.
Denn im Kopf ist die Tasche eigentlich schon fertig.
Und der passende Rock übrigens auch :)
Meine Manipulating-fabric-Komplizinnen Kathrin und Kaze haben übrigens schon im Winter mit dieser Technik experimentiert.
Was es im August an neuen Projekten gibt trägt wie immer Suschna zusammen - vielen Dank!




































