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Montag, 11. Mai 2009

Anna Maria meets Julie

"Julie, Julie auf dem Stuhl, wessen Stoffe sind so cool?"
"Amy, ihr macht die schönsten hier, aber Anna Maria hinter den Bergen, mit ihren 5 Zwergen, die macht genauso schöne wie ihr."
Es ist das pure Vergnügen, mit Anna Maria Horners Stoffen zu arbeiten, die Muster sind herrlich großformatig und haben die allerschönsten Farben. Massig Verschnitt, OK. Aber egal.

Und weil es so schön war, gesellt sich zur Kladde und Tasche für Steffi noch ein großes Stricketui für meinen etwas vernachlässigten Shop bei Dawanda.


Und Danke für eure guten Tips zu den Nähgimmicks. Neue Begehrlichkeiten sind schon geweckt!

Zum Anzeichnen auf Baumwolle eignet sich Seife tatsächlich richtig gut. Auf Wollstoffen habe ich bisher immer ein Stückchen Wachs genommen, das hat sich dann beim Bügeln unsichtbar gemacht. Aber jetzt habe ich da ja mein klickendes Cloverteil.....

Montag, 3. Februar 2014

Die rote Anna

Seit ich im Herbst die roten Stiefel herausgeholt habe möchte ich diese Ledertasche haben. Es war so klar wie sie ausschauen musste, dass sie eigentlich schon lang *Hokuspokus* an der Garderobe hängen müsste.
Jetzt ist sie genäht. Endlich.

Eine rote Anna.
Passend zu den Stiefeln.
Ich habe möglichst viel Hardware eingebaut um die einfarbige Tasche aufzuwerten: Eine alte Gürtelschnalle, metallisierten Reißverschluss, Ösen und Nieten, zum Schluss sogar noch eine Schlaufe mit der ich den etwas zu langen Träger kürzen konnte.

Die Klappe habe ich wie bei dem Schnitt üblich mit Klettband befestigt, beim Zwischenfassen oder Aufnähen hätte ich die vielen Lagen nur mit Schwierigkeiten unter das Füßchen bekommen. Wechseln werde ich die Klappe aber sicher nicht.
Gefüttert habe ich die Ledertasche mit den Reststücken des Capes.
Hier auf den Fotos stört es mich etwas, dass die Träger mit 3 Nieten pro Seite befestigt sind, da würde ich das nächste mal 4 Nieten nehmen.

Leder (ca 1,3 mm): Leder Reinhardt (Kleinverkauf in Pfullingen, Samstags 9-12 Uhr)
Schnitt: Anna (2 cm niedriger, das Lederrest war etwas schmal)
Nieten und Ösen lassen sich mit der Variozange gut eindrücken. Ich habe inzwischen aber eine gebrauchte Spindelpresse, die stelle ich bei Gelegenheit mal vor.

Mittwoch, 15. August 2012

Eine Tasche aus Leder zu nähen....


... ist echt nicht schwer.
Und ich ärgere mich nur, dass ich das nicht schon viel früher mal angegangen bin.
Es gibt auch gutes Kunstleder, aber echtes Leder ist robust, greift sich gut, riecht authentisch und bringt die für das Taschennähen notwendige Stabilitat und Schwere mit.

Eins der größeren Lederteile hat genau für eine Anna gereicht.
Der Schnitt ist ein gutes Einsteigerprojekt zum Ledernähen, die Nähte sind gerade und es treffen selten mehr als 2 Lagen Leder aufeinander. Nur beim Zwischenfassen des Trägers wird es etwas kniffliger, aber den kann man bei dickerem Leder auch gut aus Gurtband machen.


Wie immer: Hinten hat die Anna eine große Reißverschlusstasche für die wichtigen Dinge.....


....und vorne eine aufgesetzte Tasche.


Zum Nähen selbst hier meine Erfahrungen:
  • Füßchen: Bei langen geraden Nähten (z.B. beim Träger) und nicht mehr als zwei Lagen ist das Rollenfüßchen optimal. Durch die Rollen reicht der Füßchenhub allerdings nur für drei Lagen aus. Das Stichbild ist sehr gut. Der Fuß ist allerdings in Kurven etwas sperrig.
    Bei mehr als 3 Lagen Material habe ich zähneknirschend das normale Füßchen genommen, mit etwas Fingerspitzengefühl ging das aber auch. Mein Teflonfüßchen ist verschwunden, aber ich habe gestern Ersatz bestellt, das kann ich sogar ohne den Adapter an meine Pfaff 260 schrauben .
  • Nadeln: Ledernadeln sind nur bei wirklich dickem Leder sinnvoll, ich habe alles mit einer neuen 100er Nadel genäht und das ging wunderbar.
  • GarnJeansgarn ist stabiler, das ist vor allem während des Nähens besser. Normales Nähgarn reißt durch die Reibung leichter. Zudem hat das Garn noch etwas dicker und markanter, das mag ich gerade bei Absteppungen gern.
  • Stichlänge: Mindestens 4mm. Sonst wird das Leder zu stark perforiert.
  • Füßchendruck: Je dicker das Leder, desto mehr Druck- aber das ist ja klar :)
  • Zuschneiden: Mit meinem Rollschneider mit älterer Klinge schneide ich keine Jerseys mehr, aber bei Leder ging er wunderbar. Beim Zuschnitt ist Leder unproblematischer als Stoff.
    Achtet beim Zuschnitt ( vor allem der Träger! ) darauf, dass auch Leder eine Richtung haben kann! Je nach Faserverlauf ist es in eine Richtung dehnbarer als in die andere. 

An den Taschenkörper kann ich nun meine gesamten alten Klappen montieren, wenn mir irgendwann die schlichte Variante mit der Lederklappe zu langweilig wird.
Und wenn mein Teflonfuß kommt, nähe ich eine Thea, die liegt schon zugeschnitten bereit.
:)

Schnitt: Anna 
Leder: Reinhardt

Dienstag, 27. September 2011

Nähkurs in Kassel- Nachlese....


So schaut es aus, wenn 7 Leute hochkonzentriert arbeiten....

Die zwei Workshop-Tage in Kassel waren von Verena sehr gut organisiert- von den Räumlichkeiten mit schönem Garten über Sekt, Selters und Suppe hat sie einfach an alles gedacht.
Es war perfekt- Danke Verena!


Die Gruppe war spannend, es waren von der Anfängerin bis hin zum Profi alle dabei.
Genau das macht den Reiz beim gemeinsamen Nähen aus- gegenseitige Inspiration, nette Gespräche und Motivation. Und man merkt, dass man mit seinem Hobby in sehr sympathischer Gesellschaft ist.
Ganz viele Fotos gibt es drüben bei Verena und Frau Hiltrud, ich ergänze das nur um ein paar Detailbilder:


Katja hat einen Seesack verarbeitet und zum derben Material ein feingewebtes Karo kombiniert. Die Karabiner und D-Ringe hat sie alle mit integriert. Eine Wahnsinnstasche, die sie mit einem Veritas-Arbeitstier aus den 60ern genäht hat.

Marion hat eine Anna aus Kunstleder genäht und Klappen aus Echino-Stoffen dazu,
Lena war schon in Heidelberg dabei und hat diesmal einen Geldbeutel in Angriff genommen und
Lisa hat als Nähneuling innerhalb von 2 Tagen mit einer Anna und einer Luna eine Nähkarriere gestartet.

Mädels- ihr wart großartig!

Donnerstag, 6. Februar 2014

Die rote Grete

.... passend zur roten Anna.
Das ist wohl jetzt meine finale Grete, ich habe die Inneneinteilung diesmal ganz auf meine speziellen Bedürfnisse zugeschnitten.
Bei der normalen Version sind an der Außenseite die Kartenfächer, sie stabilisieren die Börse zusätzlich.
Nur habe ich keine Karten dabei, ich besitze nämlich wegen ständigem Geldbeutel-Verlegens und der folgenden Panik nicht mal eine EC-Karte.....
Also habe ich an der Seite Platz für ein großes Fach, in das kommt wie bei meiner alten Geldbörse das Kleingeld.
Zudem habe ich die bewährten vielen Fächer für Scheine und Belege übernommen.
Hier ist gut der Unterschied zu sehen, ich habe in meiner Variante 2 große Fächer mehr. Einen mittigen Reißverschluss brauche ich nicht, das Kleingeld ist im ersten Fach gut aufgehoben.

Die Grete ist außen wieder aus dem roten Rindsleder, mit 1,3 mm Stärke ist das eigentlich viel zu dick für eine Börse. Also habe es an den Rändern geschärft (dünner gehobelt) um dem Geldbeutel eine normale Kante zu verschaffen. Zudem kann man dünneres Leder besser nähen.
Die fertigen Geldbeutel sind prima, aber beim improvisierten Schärfen mit grobem Schleifpapier oder flach angesetzter Rollschneiderklinge habe ich mich ziemlich geplagt.
(Lederhobel habe ich jetzt bestellt, dann ist das einfacher.)

Wenn ihr Geldbeutel aus Leder nähen wollt, dann nehmt bitte maximal 1 mm dickes, weiches Leder- das lässt sich dann auch ohne Verrenkungen gut verarbeiten.
(Die Stabilität von dickerem Leder ist aber auch nicht zu unterschätzen- das ist also wie so oft beim Nähen eine Gratwanderung.....)

Schnitt: Grete (mit der hier beschriebenen Änderung für 2 Extrafächer)
Stoffe: Anna Maria Horner (Field Study)

Dienstag, 5. März 2013

machwerk in München!


Am Wochenende haben Karin Siebald und Martina Dettweiler von der Wollwerkstatt in Aschheim einen machwerk-Nähkurs organisiert.
Eigentlich bieten die beiden Filzkurse an, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dort als Gastdozentin auf Filzerinnen zu treffen. Martinas Tasche oben zeigt ganz exemplarisch, was da entstanden ist.

Ihre Thea ist ein herrlicher Mix aus Glattleder, Nunofilz-Doubleface und Wildleder. Bei den vielen Lagen würde manche Haushaltsmaschine an ihre Grenze stoßen, aber Frau Dürkopp in der Ecke der Werkstatt hat alles mit Leichtigkeit zusammengesteppt.


Eine Industrie-Geradstichmaschine mit Teflonfuß in einer Filzwerkstatt, ich war hin und weg.
Einen derart ausgestatteten Kursraum hätte ich nicht erwartet.


Überhaupt war Materialmix großgeschrieben- Sonja hat ratzfatz eine Claire aus Alcantara und Stoff genäht.


Cathleen hat ihre Mutter zum Workshop eingeladen-  Ines hat eine Thea aus Kunstleder und Stoffen von Kaffe Fassett genäht.


Und Cathleen selbst hat trotz eines verbundenen Fingers eine Julie fertig gebracht.
Ihr seid ein Superteam!!


Am Sonntag war Frau Durbanville dabei. Ich habe mich total gefreut, Ute mal persönlich kennenzulernen. Sie hat von ihrer Weltreise erzählt, so nebenbei einen Geldbeutel genäht und eine Luna angefangen. Und einen Kuchen mitgebracht. :)


Eine weitere Luna begleitet Andrea im Sommer nach Italien. Sie hat Luna als Wendetasche konzipiert- und hat zwei Schokoladenseiten gestaltet. Auch hier wieder: Kunstleder und Stoff.


Lisa hat aus altem Leinen und einem Jacquardstoff eine verbreiterte Version der Thea genäht. Sie wird sie auch auf ihren Reisen begleiten.


Karin von der Wollwerkstatt und Susanne haben Ledergeldbeutel genäht. Da gab es eine Schrecksekunde: Wir haben nämlich das Volumenvlies mit der Presse zu heiß auf das Leder aufgebügelt- der Dampf hat es befeuchtet und bretthart gemacht. Zum Glück hat sich das dann wieder gegeben und der Geldbeutel ist prima geworden ( Auch dank der Frau Dürkopp in der Ecke. )
Karin als Vollblutfilzerin hat eine Filzblende am Portemonnaie, Susanne hat sich geprägtes lila Leder als Blende ausgesucht.


Heidi hat das Kunststück fertig gebracht, aus einem kleinen Stück Crinkle-Leder eine Anna zu schneiden. Wir hatten zuerst Zweifel, dass das Stück reicht. Aber Heidi hat die Nahtzugaben weggelassen und nicht sichtbare Stellen mit Stoff angesetzt.


Aber den Vogel hat Agathe abgeschossen: Die Anna ist ein grandioser Mix aus türkisem Leder, pinkem Satin, barbiefarben gefüttertem Innentäschchen und grünen Details. Mit einer selbstgefilzen Klappe.
Wahnsinn.

Mädels, das hat so viel Spaß gemacht.
Danke für euer Vertrauen!!

Mittwoch, 17. November 2010

Tipps für die Verarbeitung von Wollfilz

Auch im Hause machwerk ist eine größere Lieferung Kunstleder eingetroffen, das werden wir wohl in den folgenden 3 Tagen in den Aalener Workshops anschneiden.
Auch Laura hat da bestellt und hat eine Menge Tipps zusammengestellt, wie sich das gut verarbeiten lässt. Vielen Dank dafür!

Hier habe ich auch ein paar Empfehlungen, was die Verarbeitung von Wollfilz betrifft:
  • Grundsätzlich nähe ich Wollfilz mit einer 100er Nadel, die bricht bei den dicken Lagen nicht so leicht.
  • Probiert erst mal aus, wieviele Lagen Filz ihr auf einmal unter das Füßchen der Nähmaschine bekommt, bevor ihr zuschneidet. Damit entscheidet sich z.B. ob ihr die äußere Vordertsche der Anna auch aus dickerem Filz schneiden könnt oder dafür auf passenden Stoff oder dünneren Filz ausweichen müsst.
  • Für den Taschenkörper nehme ich immer 3mm Wollfilz, das hat sich bisher von allen Kursmaschinen nähen lassen. Kunstfilz ist für Taschen nicht geeignet.
  • Die Nahtzugabe schneide ich grundsätzlich immer auf 3mm zurück, das reicht für die Stabilität aus und trägt nicht so auf. Zudem sind zusammen zurückgeschnittene Kanten einfach sauberer.
  • Filzträger kratzen am Hals, nehmt da lieber Stoff oder Gurtband.
  • Füttert auch eine (vor allem dunkle) Filztasche besser ab, zum einen lassen sich da noch Taschen einarbeiten ohne dass man von außen etwas sieht, zum anderen ist das Innenleben dann nicht ein dunkler Schlund, in dem man nur ewig sucht.
  • Wollfilz gibt es online gut im filzshop24, aber wenn ich mal dazu komme, werde ich Materialpakete zusammenstellen, mit den verschiedenen Stärken, die man bei einer Tasche zusammen braucht.

Verarbeitungstipps für die Anna:

  • Die Schnittteile 1 und 2b können am unteren Rand zusammengeklebt werden, so hat man keine Bodennaht- das Vorderteil und Rückteil sind so in einem Stück.
  • Die Nahtzugabe beim Filz entfällt an folgenden Teilen:
    Tei1 oben (Taschenrand)
    Teil 2a oben und unten (Taschenrand und Reißverschluss)
    Teil2b oben (Reißverschluss)
  • Bei der Einarbeitung des hinteren Reißverschlusses steppt ihr zuerst die Reißverschlussbänder auf die Kanten des Taschenbeutels, dabei schaut die rechte Seite des Reißverschlusses mit der Raupe nach oben und schaut zur Stoffmitte. Das wird dann unter die Kante des Eingriffes gesteppt. Offenkantig, deshalb wird da auch keine Nahtzugabe angeschnitten!
  • Die vordere Außentasche (am besten aus farblich passendem 1,5mm-Filz) hat besser keinen angeschnittenen Boden, ihr könnt den Filz an der vorderen Bodenkante offenkantig aufsteppen.
  • Die obere Kante der Tasche wird nicht verstürzt. Bügelt die Nahtzugabe das Futters nach links um und steckt die Futtertasche links auf links in die Filztasche. Dann knappkantig zusammensteppen.
  • Wenn ihr einen dünneren Filz für die Außentasche verwendet, stabilisiert die obere Kante mit einem Band, dann leiert das nicht aus.

Wenn noch Fragen auftauchen, werde ich die Liste hier noch ergänzen :)

Donnerstag, 2. Juli 2009

Anna-Maria meets Julie

Aus einem meiner derzeitgen Lieblingsstoffe von Anna Maria Horner entstand wieder einmal eine neue Julie. Sommerlicher geht es fast nicht.

Für den Boden habe ich ein kunstlederähnliches Laminat eingenäht, das ist nicht so empfindlich, wenn die Tasche mal auf dem Boden steht.

Und innen mit Ziptasche und abnehmbarem Karabiner für den Schlüssel.
Sie würde zu gut zum neuen roten Kleid passen, das ich aber nochmal im Detail fotografieren werde.


Die Tasche ist für Marina, aber das Kleid gehört mir ganz allein :)

Donnerstag, 25. November 2010

Nähutensilo à la Anna Maria Horner

Auch im Hause machwerk geht nicht immer alles glatt.
Im Wortsinn, denn dieses Dingsda hat Cellulite im Endzustand.

Die Anleitung ist aus Anna Marias Horners erstem Buch "Seams to Me". Ich will jetzt gar nicht ins Detail gehen, was bei dem Ding so schief gelaufen ist.
Es hatte viel mit der schon im Schnitt enthaltenen Nahtzugabe zu tun...

Aber am meisten ernüchtert hat mich die Stopferei.
Ich schaffe es nicht, Miniportionen Füllwatte durch die kleine Öffnung gut zu positionieren. Es schaut immer dellig aus und es bleiben unebene Stellen. Und kaum hat man die eine Stelle glatt, tun sich woanders Löcher auf.
Zum Heulen.

Auf jeden Fall ist meine Achtung vor den Tildanäherinnen gestiegen, diese Figuren müssen ja richtig schwer zu füllen sein.

(Dieses Nähutensilo ist der Prototyp für ein Adventsprojekt, das ich nun aber ganz anders angehen werde. Aber bis Sonntag ist ja noch laaange Zeit.)

Freitag, 6. Juli 2012

Das Rosenkleid

Das schöne am Nähen ist, dass man einen Lieblingsschnitt immer wieder aus unterschiedlichsten Stoffen nähen kann.
(2010 aus Leinen, 2008 aus Crashjersey. Ein Blog ist als Archiv echt klasse!)

Das ist Vollkaskonähen - ich weiß bei solchen Schnitten genau, was mich erwartet.

So auch diesmal: 
Bei dem wunderbaren Stoff von Anna Maria Horner war das eine sichere Sache.
Zeitlich passt das genau zur aktuellen Rosenblüte im Garten -
so einen Stoff hätte ich im Winter nie vernäht.
In der Empirelinie habe ich eine Paspel zwischengefasst
und dann ein Bändchen als Schleife gebunden.
Etwas unschlüssig bin ich mir noch wegen der Länge- soll ich das Kleid so lassen oder vielleicht doch über dem Knie kürzen?
Gerade neige ich zu der vollen Länge, aber vielleicht schneide ich das dann im Spätsommer noch ab, damit ich es mit einer Legging drunter im Herbst anziehen kann.

Schnitt: Auf Basis eines alten Brigitte-Schnittes aus dem Jahr 1999
Stoff: Anna-Maria Horner - Loulouthi (z.B. von hier )
Danke an Regina für die tollen Fotos! :)

Donnerstag, 30. Juli 2009

Tunika

Ich habe im Juli außer einem aufgeräumten Nähbereich kaum etwas zustande gebracht.

Erst die Nachlieferung meiner Lieblingsfarbstellung aus der letzten Anna-Maria Serie hat mich kurz aus dem Sommerloch aufgeschreckt. Aber ohne echte Motivation ging schon beim Zuschneiden viel schief. Beim Nähen dann auch und überhaupt: Sollte das eigentlich ein Kleid werden.
Da der Stoff nicht wirklich schön fiel, habe ich das Machwerk doch auf Tunikalänge abgeschnitten.

Der Schnitt ist aus der Burda 2/07.
Ich habe den die Körperteile verlängert und den Ausschnitt entschärft.
Ich konnte mir sogar den Reißverschuss sparen.



Mein kritischer Blick geht zum Mirabellenbaum, der proppenvoll hängt. HILFE!

Mittwoch, 26. März 2014

MMM: Liebeserklärung an einen Stoff


Die Liebesgeschichte begann vor 6 Jahren, als der Malen-nach-Zahlen-Stoff das erste mal gedruckt wurde. Meine Tochter war damals völlig verrückt nach dieser Ausmaltechnik. 2008 hatte ich den Stoff verpasst, als ich ein Jahr später die ersten Sachen (hauptsächlich Taschen) im Netz gesehen habe wurde der Stoff bei eBay.com gehandelt wie hierzulande die erste Auflage von IKEAs Rosalie. Mondpreise.

Das Design der Stoffserie ist in meinen Augen nahezu perfekt. 
Ein großer Rapport als Key-Piece mit Wiedererkennungswert und Witz.
Dazu zurückhaltende Stoffe die thematisch passen aber in der Struktur ganz anders sind.
Und so angelegt, dass es mit einer Akzentfarbe immer frisch wirken kann.
(Hier ist die gesamte Linie zu sehen.)
 Letztes Jahr hat Moda Reprints erfolgreicher Serien auf den Markt gebracht:
Ich habe gleich nach der Veröffentlichung bei Pink Chalk bestellt- dort waren die ersten Designs tatsächlich nach zwei Tagen wieder ausverkauft.
Und dann hab ich den Stoff ein halbes Jahr gestreichelt.

Letzte Woche wurde er dann angeschnitten, der Stoff war einfach perfekt als Outfit für die Messe in Köln.

Bei der Verarbeitung habe ich mir alle erdenkliche Mühe gegeben, der Schnitt ist schlicht und altbewährt.

Das Futter ist knallorange, genauso wie die gesamten Akzente bei Paspeln oder Bändern.

Den Rock trage ich seit letzter Woche täglich. Obwohl er im Sommer mit weißem Shirt und Balerinas leichter zu kombinieren ist als hier mit dem braunen Beiwerk.
Vermutlich hat der Rock für mich eine ähnliche Bedeutung wie die Amon Amarth-Kapuzenjacke für den Sohn. Ein Statement.

(Ich weiß, das ist eigentlich kein Stoff für einen Rock, aber ich hab noch genug davon für andere Projekte. Kommt noch.)

Heute zähle ich beim MMM mal durch ob mehr gemusterte oder einfarbige Teile gezeigt werden.
So aus dem Bauch raus ohne zu gucken: Wie glaubt ihr ist das Verhältnis?