Jaja, der Siebdruck.
Ich hatte mir das alles viel einfacher vorgestellt, vor allem die Belichtung der Siebe ist nicht optimal. Welche Lampe in welchem Abstand zum Sieb wie lange eingeschaltet sein muss- das ist immer noch zu sehr Glückssache.
Dieser ganze technische Kram vorab mit den fälligen systematischen Versuchsreihen, da hatte ich die letzten Monate keine rechte Motivation.
Aber zum Glück habe ich ja meine Siebe mit den regionalen Ellwangenmotiven- die sind eine sichere Bank:
Für Barbaras "Glas und Faden" in Ellwangen habe ich ein paar Geldbeutel genäht, diese Tasche tausche ich mit ihr gegen eine ihrer sensationellen Scheibenketten.
Der Boden besteht aus einem kernigen Leder, der Korpus aus Schwedenplane. Die Camouflageflecken der Zeltbahnen sind sehr groß, da bleibt nach dem Siebdruck keine militärische Anmutung übrig. Und das über die Jahre in den nordischen Wäldern abgescherbelte dicke Gewebe hat so viel Charakter!
Der Magnetverschluss ist hier zusammen mit einem Lederstück angebracht. Das ist optisch besser und auch noch sinnvoll, die beiden Hälften sind gut stabilisiert und finden sich beim Zuklappen der Tasche fast von allein.
Die andere Tasche hat einen versenkten Reißverschluss bekommen, sie hat das richtige Quertrageformat.
Ich war bei meinem Leder-Großhändler lange auf der Suche nach etwas dünnerem, pflanzlich gegerbten Blankleder für Taschenriemen. Die meisten Riemen sind zu dick als dass man sie problemlos mit einer Schiebeschnalle verstellen kann.
Ich habe in dem Riesenlager schlussends zwei Häute gefunden aus denen ich richtig lange Riemen schneiden kann- für Taschen, die man auch quertragen kann.
Es ist eine Freude die langen Riemen mit der Ledernähmaschine dekorativ abzusteppen.
Endlich kann ich perfekt gleichlange Stiche auf jedem Material!
Nähglück!





















