Donnerstag, 13. August 2009

Refashion: Bettwäsche

Wenn ich am Wochenende mit einem Kleid aus alten Vorhängen an der Kaffeetafel sitze, trägt die Tochter eins aus alter Bettwäsche......
.
In den 70ern war es in der oberfränkischen Provinz immer noch üblich, dem Patenkind zum Geburtstag Aussteuer zu schenken. Als damals wohl 10-jährige habe ich diese Sachen achselzuckend im Schrank verstaut- und da kamen sie dann letztes Jahr noch originalverpackt zum Vorschein.

*gewaschen*
.
*gefärbt*

*vernäht*

Der große Rapport war ideal für einen Stufenrock- Material war ja genügend da, damit er richtig üppig ausfallen konnte.
Die blaue Zackenlitze ist auch Vintage und stammt aus den Beständen einer lange verstorbenen Großtante, die bis in die 60er Jahre ein Kurzwarengeschäft hatte.
.
Mal gucken, ob das textile Gedächtnis meiner Tanten so weit zurückreicht.
.
Die ganze Geschichte erinnert mich leicht an die genähten Provokationen, die ich in den 80ern bei Familienfesten anzog.
Anders, klar.
Aber es fühlt sich genauso an.
:)

Kommentare:

  1. Ooohh... das ist ja wunderschön geworden!! Was für eine tolle Idee!
    Ich bin restlos begeistert und bewundere deine Kreativität und deine Nähkunst! Einfach nur klasse... *staun*
    LG, Sole

    AntwortenLöschen
  2. Wow,was für ein Recycling.!
    Muss ich direkt mal in den Keller gehen,ich glaube da liegt auch noch Bettwäsche.
    LG Ela

    AntwortenLöschen
  3. sieht super aus, eine gute Idee...

    GLG Jutta

    AntwortenLöschen
  4. Whow!
    Ein klasse Kleid!Du lebst Vintage und Kreativität auf wunderschönste Weise. Das würde ich auch gern können.
    VG,
    Katrin
    ( an die geschenkte Bettwäsche kann ich mich auch noch erinnern, bei uns wurde die allerdings entsorgt...)

    AntwortenLöschen
  5. sehr sehr schön geworden - ich liebe es auch so alte Bettwäsche zu verarbeiten. Leider habe ich zu meiner Konfirmation damals nur Handtücher geschenkt bekommen :-)

    lgr, Ute.

    AntwortenLöschen
  6. Klasse umgesetzt! Bin auf das gedächnis deiner Tanten gepsannt.
    Und schön, dass es deine Tochetr auch trägt. Bei mir waren es auch Hand- und Geschirrtücher, brr.
    Allerdings liebe ich jetzt auf Flohmärkten Funde von uralter Aussteuer noch mit Schleife und unbenutzt.Für gut geschont.
    Schönes Feiern!

    AntwortenLöschen
  7. Das macht echt Laune, mal im eigenen Aussteuer-Fundus aus den 70ern und 80ern zu graben, ob nicht doch noch was Brauchbares dabei zutage gefördert wird.
    Ich fürchte zwar, dass eine solche ausgesprochene "Schönheit" an Bettwäsche nicht dabei ist, aber wer weiß?

    Und ich schließe mich der Frage an, ob Deine Tante sich wohl noch an ihre gelungenen Geschenke erinnern kann...

    LG
    Heike

    AntwortenLöschen
  8. Jaja, Tochter trägt sowas natürlich nicht, wenn sie in die Schule geht :)
    Aber sonst schon- es ist ja auch richtig bequem. Nur weiß wollte sie nicht, deshalb haben wir auch gefärbt.

    Und Ute, ich erinnere mich auch noch mit Grausen an ein Konfirmationsgeschenk: Handtücher mit "Er" und "Sie" draufgestickt, jeweils mit einem farblich passenden rosa und hellblauen Regenschirm. Autsch.

    AntwortenLöschen
  9. Ir4gendwie war ich der Meinung, dass bei meinen Eltern keine brauchbaren Stoffe mehr lagern. Aber wahrscheinlich sollte ich mal versuchen, sie mit deinen Augen zu sehen.

    LG
    n u s

    AntwortenLöschen
  10. Yeah! Das kenn ich doch...

    Exakt die Bettwäsche hab ich auch!! Mein Lieblingskopfkissen, die Baumwolle ist inzwischen soooo glatt (und dünn...).

    Herrliche Idee und super umgesetzt.

    Liebe Grüße,
    Mohne

    AntwortenLöschen
  11. Die sanfte Rache an den aussteuerschenkenden Verwandten... Sehr schön. Wenn ich die Kommentare hier so lese scheint mir, dass in diesem Land überall noch kiloweise Haushaltswäsche in diversen dunklen Ecken lagert. Und natürlich nur in der Version "überhaupt nicht mein Geschmack", so dass man sich für die erste eigene Wohnung dann doch was neues kauft (kaufen muss - ich stelle mir gerade solche bestickten "Er" und "Sie"-Handtücher im Badezimmer vor und dann kommen Ausbildungs-/Studienkollegen zu Besuch).
    viele grüße, Lucy

    AntwortenLöschen
  12. sovíel nostalgie bringt einen ja zum SCHWELGEN!
    bleibt zu hoffen, dass die tanten nicht ganz scharf die luft einziehen und missbilligend schauen. so wie damals, in den achtzigern...sondern sich freuen ob so viel familientradition.

    grüße!

    AntwortenLöschen
  13. Das sieht total klasse aus!!
    Auf die Idee muss man erstmal kommen...Bettwäsche...;-)....ich geh mal kramen...;-))
    GLG, Claudi

    AntwortenLöschen
  14. Ach, ich wär manchmal auch gern Dein Kind, dauernd so schöne Klamotten und Eingewecktes und Taschen und überhaupt. Generell wär ich gern noch mal Kind.
    Brauchst Du noch mehr Bettwäsche ;)

    LG
    apflic

    AntwortenLöschen
  15. Das Kleid sieht eindeutig viel besser aus, als die Bettwäsche. Ist dir wirklich gut gelungen:-)
    LG von Ute

    AntwortenLöschen
  16. Das nenne ich gelungenes Recycling! Ach, wenn ich doch auch nur ein "mädchiges" Mädchen hätte. Mit Kleidern brauche ich hier nicht zu kommen. Super Schnitt und tolles Farbergebnis. Ich hab da auch noch ein Päckchen Farbe ... irgendwo ;-)

    Wirklich toll gelungen!
    Grüssle,
    Ulrike

    AntwortenLöschen
  17. Färben!! *packan'nkopp*
    Danke dür die Idee, die du so genial umgesetzt hast - so kann man endlich die frühen Siebziger aus der Aussteuertruhe verbannen :-)
    Die Er/Sie-Handtücher sind zum Glück schon zerschlissen, aber die Pferde-Wolldecke von Damals begleitet mich immer noch :-)
    LG Lehmi

    AntwortenLöschen
  18. Boah, Hammer,gratuliere Du bist eine wahre Künstlerin !
    Meine Mutter sagt immer, wenn man aus (fast9 nichts noch was machen kann - dann ist das richtiges Können.
    Weiter so !
    Ein schönes Wochenende wünscht - Matta

    AntwortenLöschen
  19. inde ich super! Und wen die Tanten das jetzt nicht gut finden ist man aus dem ALter ja längst raus, wo man sich nicht traut zu sagen, wie man das alles fand...

    Ich habe neulilch auch alte Bettwäsche verarbeitet: zu neuen Überzügen der Stuhlkissen auf der Terrasse. Sieht bunt und fröhlich aus und tut's so noch für diesen Sommer.

    Das Kleid ist jedenfalls ein tolles Teil und unterm Strich kommt Freude raus - was ja doch wohl das ist, was uns die "alten Tanten" schenken wollten, oder?????????????????


    liebe Grüße von Ellen

    AntwortenLöschen
  20. supersupersuperschön!
    Und sehr edel!
    Bei mir werden auch gnadenlos Bettwäschen und Tischdecken zu Klamotten verarbeitet.
    Viele liebe Grüße von Inken

    AntwortenLöschen
  21. Das Kleid ist toll geworden!!
    Ich bin gerade das erste Mal traurig das ich keine Aussteuer bekommen habe.
    LG Silke

    AntwortenLöschen
  22. Wunderbar und einzigartig!
    Die genähten Provokationen interessieren mich übrigens brennend! :)
    LG aus Wien

    AntwortenLöschen
  23. Ja, genial!
    Ich habe noch Trockentücher zu bieten;).
    LG von
    Claudia

    AntwortenLöschen
  24. Hallo,
    das Bettlacken zum Kleid zu machen war eine geniale Idee von Dir. ;-) Sieht super aus. Viele Grüße Yvonne

    AntwortenLöschen
  25. Oh wie schön.

    Ich habe gerade nagelneue Bettwäsche aus den 60ern abgestaubt. Damast. Weiss.

    mal sehen was ich damit mache!

    AntwortenLöschen
  26. Liebe Griselda, die Bettwäsche ist einfach schrecklich. Sorry. Aber das Kleid - da ist diese Bettwäsche einfach nicht wiederzuerkennen. sieht echt toll aus. Hätte ich die schrecklichen Teile von mir doch nicht wegwerfen sollen? Oder sollte ich mal bei meiner Mutter kruscheln? Aber auf die Idee wäre ich nie gekommen.
    liebe Grüße von monika

    AntwortenLöschen
  27. ich find das voll coll, habe dich gleich mal als favoriten abgespeichert und deine eigene Einschätzung bei dawanda ist auch herzzerreissend vor lauter lachen.

    LG Christine

    AntwortenLöschen
  28. Das textile Gedächtnis hat also funktioniert - schönes Experiment. Und das mit dem subversiven Gefühl kann ich gut nachvollziehen, bei mir waren es damals wallende Indienkleider.
    Solche Bettwäschen gehen hier in Berlin beim Trödler inzwischen eigentlich ganz gut weg - also sollte man seine verborgenen Bestände vielleicht doch noch eine Weile aufbewahren.

    AntwortenLöschen