Donnerstag, 12. Februar 2009

Fair leben

Dass ein T-Shirt für 5 Euro Ladenverkaufspreis nicht unter fairen Bedingungen hergestellt werden kann, ist wohl allen klar.

Es gibt schon lange Listen, die Firmen genau unter die Lupe nehmen.
Auch in Fernsehsendungen wird immer wieder über Missstände berichtet.
Schlimm.

Wirklich betroffen hat uns ein "Spiel" gemacht, in dem man virtuell in einer dieser Produktionsstätten arbeiten kann: Sim * Sweatshop

Die Alternativen?
  • Beim Kauf genau hingucken. Es gibt inzwischen genug faire Labels.
  • Selbernähen, klar. Am besten mit Stoffen aus dem Vorrat.
  • Kauf von Klamotten und Stoffen im Second-Hand-Laden
  • Und manchmal überlegen, ob es denn wirklich ein neues Stück sein muss. Und dann: Sachen weitergeben, die man nicht mehr anzieht.

Wer mehr zu dem Thema sucht, ist hier gut aufgehoben.

Kommentare:

  1. Danke. Ich hab schon einiges gehört, wusste aber nie genau, wo ich denn nun nachschauen kann.

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  2. hallo, zum ersten mal hiergelandet!!und beeindruckt!
    ich hab nur 2 geschafft,und es ist enervierend...wir in der westlichen welt machen uns wirklich zu wenig gedanken, und leben im schnäppchenland...bei 3 kindern aber auch nicht leicht ökologisch und ökonomisch über die runden zu kommen...ich frage mich oft: gibt es fair hergestellten stoff zum nähen?
    ich möchte nicht wissen wie die manchmal hergestellt werden...
    eine begeisterte näherin, die dich ab jetzt öfters besuchen wird!
    stella

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  3. Hallo Griselda!
    Danke für diesen Post und die Links!
    Dieses Thema interessiert mich schon lange... Für mein Kind habe ich außer ganz wenigen Ausnahmen nie etwas neu gekauft. Da werden dann gebrauchte Kleidungsstücke auf Flohmärkten und via Ebay erstanden und Neues selbst genäht. Für mich selber versuche ich ebenfalls, so wenig wie möglich neu zu kaufen. Und mir immer bewusst zu halten, dass vieles nicht "zu teuer" ist (Kleidung, fair trade Kaffee, Schokolade etc.), sondern das meiste einfach "zu billig".
    Altes zu recyclen ist ein guter Ansatz. Aber ich frage mich auch, wo ich fair gehandelten Stoff kaufen kann, der noch dazu nicht mit Unmengen von Chemikalien "aufgewertet" wurde...
    Liebe Grüße
    Katharina

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  4. Liebe Griselda,

    finde ich sehr gut, dass Du dieses Thema hier ansprichst.

    Einerseits verstehe ich Leute nicht, die nur nach dem Preis gehen und nicht weiter denken woher und wie das hergestellt wurde. (Thema Kinderarbeit, Schadstoffbelastung, nachwachsende Rohstoffe, etc.)

    Andererseits verstehe ich Leute, die Kinder haben und keine Millionen verdienen sehr gut, da die Lebenshaltungskosten in Deutschland immer weiter ansteigen.

    Manchmal passt eben der Spruch "weniger ist mehr" ganz gut.

    Lgr Ute.

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  5. Oh ja, Danke für den Link zur Liste und dass du das Thema ansprichst. Meine persönliche Konsequenz ist ja, dass ich bei jedem Kaufimpuls überlege, ob das wirklich nötig ist. Stoff, den ich nicht vernähe und nur zu meinem (nicht unerheblichen) Vorrat lege ist ja sozusagen "totes Kapital". Es hat keinen Sinn, Stoffe zu horten, weil es wahrscheinlich immer wieder Stoff geben wird, der mir gefällt und den ich kaufen kann, wenn ich ihn wirklich brauche.
    Seitdem ich wieder mehr nähe habe ich auch immer weniger das Bedürfnis, fertige Kleidung zu kaufen - die eigene Beschäftigung damit schult den Blick, wie Verarbeitung und Passform sein sollten, so dass die durchschnittliche Fußgängerzonenladenkette meinen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Und da ich zum Selbstnähen immer so lange brauche, konsumiere ich automatisch weniger.

    viele grüße, Lucy

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  6. Danke für diesen wichtigen Post. Ich werde mir mit meinen Kindern das Spiel heut Nachmittag einmal anschauen, um Bewußtsein zu wecken. Bewußte Kinder sind oftmals bessere "Wächter" als das eigene Gewissen. Dafür liebe ich sie (auch).
    Herzlichst, AnnLuise

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  7. toll das Du das Thema ansprichst.Ich selber versuche auch immer genauer hinzusehen und vermeide lieber diese Schnäpchenläden. Lieber weniger und dafür besser.
    L.G.
    Helga

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  8. Fast alles ist in den vorherigen Posts schon geschrieben worden. Nur nicht: wie ich eine pubertierende 14 Jährige davon abhalte, ihr Geld in einen Haufen von Billigklamottengeschäften zu tragen, weil sie "up to date" sein möchte und in der Clique nicht als Außenseiter dastehen will.
    Nein, auch positives Vorbild, gut Zureden, erschütternde TV-Berichte über Kinderarbeit etc. nutzen nichts... Hilfe!
    Selbstgenähtes anziehen? Hahahaaaa.
    Und leider ist nicht nur der Gruppenzwang sehr groß, sondern auch die Gruppe dieser Konsumenten!

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  9. Hier in England gab es eine Serie von BBC - vier modehungrige Twens wurden nach Indien geschickt - um zu erfahren wie ihre Kleidung hergestellt wird. Sie mussten in "guten" SSewatshops arbeiten und in einem richtig miesen. Sie mussten Baumwolle pflücken, neben den Nähmschinen schlafen, bekamen einen Hungerlohn dafür.
    Die Tränen flossen bei allen - früher oder später.
    Sie brachen zusammen und merkten das erste Mal, dass die billige Mode, die sie gerne ex-und-hop kaufen und tragen ja auch hergestellt werden muss.

    Der Moderator sagte einen Satz, der mir sehr in Erinnerung blieb:
    "Wenn wir nicht bereit sind Geld dafür zu zahlen, dass die Arbeiter angemessen bezahlt werden, wer dann?!"

    Liebe Grüße

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  10. schön dieses thema mal wieder thematisiert und angesprochen zu sehen. mir rutscht es in der allgemeinen alltagshektik oft weg und ich bin dankbar für jeden zaunpfahlwink in dieser richtung;-)

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  11. Es gibt schon "faire" Meterware auf dem Markt - populärstes Beispiel sind wohl die Westfalenstoffe. Auch IKEA kommt in der Liste ganz gut weg.

    @Ex: Auf ein solches Format können die Briten stolz sein. Wenn sowas bei uns käme, hätte sich vielleicht auch Siggis Problem mit der pubertierenden Tochter eine Zeitlang erledigt.

    @Lucy: "Weil es wahrscheinlich immer wieder Stoff geben wird, der mir gefällt und den ich kaufen kann..." Kluge Worte.

    Danke für eure Kommentare, da war so mancher weitere Gedankenanstoss dabei.

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  12. Toll, daß Du das ansprichst! Mir geht diese billigbillig-Mentalität à la Tchibo und Konsorten schon lange auf den Keks. Wenn wir mal beim Näh-Thema bleiben, es gibt ab und an bei Feinkost Albrecht und Co. Nähmaschinen für 50€-wer stellt die wo und zu welchen Bedingungen für diesen Preis her??? Schon allein der Gedanke müsste jeden davon abhalten, die zu kaufen, mal ganz abgesehen von der Qualität.
    Aber es ist schwer, auch grade mit Kindern, wenn ich mal schnell ein paar neue Hosen brauche, kaufe ich auch mal bei h&m-ganz drumrum kommt man nur mit großem Aufwand-auch finanziell.
    Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, daß sich viele Leute darüber gar keine Gedanken machen, da kann so ein bisschen Missionsarbeit nicht schaden, danke!

    LG, Katharina

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  13. Lieben Dank für die Links und den Beitrag. Diese Links möchte ich dann in Ruhe "abarbeiten".

    Viele Grüße
    Suse

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  14. Ja du sprichst mir aus dem Herzen! Darauf achte ich schon länger und man kann fair kaufen!

    Deine Links schau ich mir nun gleich noch an!

    Danke fürs Thema, das mir auch wichitg ist.

    Ellen

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